Klare Positionen in Sachen Verkehr

Lustenau - Lustenau ist mehrheitlich für die "Z"-Straßenvariante. Für die Schweiz-Verbindung gibt es Unterstützung aus Höchst

Die betroffenen Kommunen rüsten sich für die vorletzte Sitzung des Regionalforums im Rahmen des Verkehrsplanungsprozesses „Unteres Rheintal“ am 21. September. Dort wird der Schlussbericht des Langzeitprojekts vorgestellt, die darin enthaltenen Maßnahmen ein letztes Mal diskutiert, bevor das Papier dann in die letzte Überarbeitung geht. Am 25. Oktober schließlich wird der Bericht in seiner Endfassung vorliegen und danach der Landesregierung als Grundlage für Beschlüsse weiter­gegeben.

KlarePosition

Vor dem Showdown im Mammut-Verfahren hat Lustenau anlässlich der Gemeindevertretungssitzung vom Donnerstag klarPosition bezogen. Wie von den VN im Vorfeld bereits prognostiziert, hat sich die Gemeindevertretung mit einer klaren 30:6-Mehrheit für die „Z“-Variante, einer teilweise untertunnelten Straßenverbindung durchs Ried, ausgesprochen. Erwartungsgemäß stimmten die großen Parteien, ÖVP und FPÖ, für den Bau dieser Straße, Grüne und SPÖ waren dagegen. „Für Lustenau ist diese klarePosition wichtig“, sagt Bürgermeister Kurt Fischer. Gleichzeitig fordert Fischer eine vorgezogene Umsetzung des Anschlusses Höchst-Brugg/St. Margrethen. Auch FPÖ-Chef Ernst Hagen macht deutlich: „Die FPÖ steht zu 100 Prozent zur Variante „Z“ und auch zur Umsetzung der kurzfristigen Maßnahmen.“ Die Ablehnung der Grünen begründet Bernd Bösch mit dem fehlenden Glauben an die geringe Belastung des Riedes durch den Bau einer Straße.

Höchst solidarisch

Solidarität für die Forderung nach einer schnellen Umsetzung einer Straßenverbindung in die Schweiz erfährt Lustenau von der mitbetroffenen Nachbargemeinde Höchst. „Nachdem unser erster Vorschlag einer Brückenverbindung nach St. Margrethen von unseren Nachbarn abgelehnt wurde, haben wir uns im Bauausschuss auf eine andere Variante geeinigt: Wir sprechen uns nun für die Untertunnelung des Rheins, vom Knoten L 203 bis vor dem geplanten Zollamt St. Margrethen, aus. Es wäre dies das Schlussstück der alten S-18-Trasse. Das könnte man schnell angehen.“

Planungsfinale

Schnell soll es jetzt auf alle Fälle mit dem Planungsprozess gehen. „Es finden derzeit Redaktionssitzungen für die Formulierung des großen Schlussberichts statt“, teilt Projektleiter Christian Rankl mit. Eingebunden sind dabei zuerst die 15 externen Planer plus Rankl selbst. Danach stoßen ausgewählte Vertreter des Regioalforums zu den Experten dazu. Es sind dies die Bürgermeister Harald Köhlmeier und Rainer Siegele, Naturschutzanwältin Katharina Lins, ein Vertreter der Wirtschaftskammer, Bürgerinitiative-Vertreterin Karina Lechthaler, der St. Margrethner Gemeindepräsident Reto Friedauer und weitere Fachexperten. „In diesem Gremium geht es um konkrete Formulierungen“, erklärt Rankl. Nach der Präsentation des Schlussdokuments am 21. September werden schließlich weitere Stellungnahmen und Korrekturvorschläge eingearbeitet, ehe das Dokument in seiner Schlussfassung am 25. Oktober vorliegen soll.

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