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Kjell Lindqvist folgt Komma

Der neue Mann an der Bande des EC Dornbirn ist im Ländle kein Unbekannter: Kjell G. Lindqvist coachte in der Saison 2002/03 den EHC Bregenzerwald, danach war er beim EC Salzburg unter Vertrag.

Dort hatte er in der abgelaufenen Spielzeit zeitweise sogar die Bundesligatruppe unter seinen Fittichen. Diese Saison begann er beim italienischen Zweitligisten Eppan, von dem er sich am 27. Jänner einvernehmlich trennte, “weil die Mannschaft nach einer Niederlagenserie neue Motivation benötigte”, wie es in der Vereinsaussendung hieß. Präsident Raimund Ganahl ist überzeugt von den Qualitäten des 39-jährigen Schweden: “Wir hatten mehrere zur Auswahl und haben uns nach eingehender Beratung für Lindqvist entschieden.”

Das Thema Michael Komma ist vorerst keines mehr: Der kurzfristigen Beurlaubung direkt nach dem 7:4-Sieg gegen Kapfenberg ließ Ganahl tags darauf eine fristlose Kündigung folgen. Der Deutsche war nicht zum verabredeten Termin am Montagvormittag erschienen, hatte aber

bereits seinen Anwalt konsultiert und telefonisch eine schriftliche Mitteilung für die Beurlaubung gewünscht. Woraufhin Ganahl die “Fristlose” zu Papier brachte. Als triftige Entlassungsgründe sieht der EC-Präsident zum einen, dass Komma bei seiner Erkrankung beim Derby in Lustenau den Vorstand nicht wie vertraglich ausgemacht sofort benachrichtigt hatte (Ganahl: “Ich habe erst auf der Tribüne davon erfahren”), zum anderen im neuesten Trainingsplan, der eine achttägige Pause vorgesehen hatte. “Laut Vertrag ist er verpflichtet, zwei Trainingseinheiten pro Woche selbst zu leiten”, so Ganahl, “ich habe nur zufällig von der geplanten Pause erfahren. Fachleute haben mir bestätigt, dass eine Unterbrechung von acht Tagen in dieser Phase viel zu lange sei. Aber es gibt noch einen Haufen Anlässe mehr – mir scheint es fast, Komma hat die Kündigung provoziert. Er ist ja bereits in Bad Tölz als sportlicher Direktor tätig.”

Der Deutsche verteidigte die Pause: “Die Periodisierung des Trainings ist normal. Wir haben aufgrund des sportlichen Erfolgs oft mit kleinem Kader gespielt – die spielfreie Runde war die letzte Chance, die Mannschaft regenerieren zu lassen. Das ist meine Aufgabe als Trainer – wenn wir nicht mehr gewonnen hätten, wäre ich ja auch für die Folgen gerade gestanden.”

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