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Kirche warnt Chavez vor bewaffnetem Konflikt

Die katholische Kirche in Venezuela hat Präsident Hugo Chavez vor einem bewaffneten Konflikt mit dem Nachbarland Kolumbien gewarnt.

Wie Kathpress am Dienstag berichtete, sagte der Vizepräsident der venezolanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Roberto Lückert Leon, in einem Radiointerview, es sei “ein Fehler”, wenn Chavez versuche, “den Nationalismus der Venezolaner in einer künstlichen Konfrontation mit Kolumbien zu schüren”.

Lückert Leon appellierte an die Regierung, “jegliche kriegerische Konfrontation mit Kolumbien oder anderen Nachbarstaaten zu vermeiden”. Der Erzbischof von Coro wies darauf hin, dass Millionen Kolumbianer in Venezuela lebten und arbeiteten: “Wenn die sich entscheiden, das Land zu verlassen, dann wäre zum Beispiel die Agrarindustrie in der Provinz Zuila lahmgelegt. Praktisch die gesamten Felder dort werden von Kolumbianern bearbeitet.”

Am Samstag war der Vizekommandant der Guerilla-Organisation FARC, Raul Reyes, im kolumbianisch-ecuadorianischen Grenzgebiet bei einem Feuergefecht mit der kolumbianischen Armee ums Leben gekommen. Da die militärische Aktion auf ecuadorianischem Gebiet stattfand, hat Ecuador alle diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien abgebrochen und beorderte wie Venezuela Truppen an die kolumbianische Grenze.

Chavez verurteilte die Grenzverletzung Kolumbiens und drohte dem Nachbarn mit einer Militäraktion, falls kolumbianische Truppen auf venezolanisches Gebiet vorstießen. In einem Schreiben an seinen ecuadorianischen Amtskollegen entschuldigte sich Kolumbiens Außenminister Fernando Araujo für die Verletzung der Souveränität der Grenzen Ecuadors. Sie sei aber unvermeidbar gewesen.

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