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Kinshasa: Österr. Delegation sitzt fest

Wegen der heftigen Kämpfe zwischen der Miliz und der regulären Armee sitzt derzeit eine Delegation aus Österreich in Kinshasa vorerst fest. Auch eine Vorarlbergerin ist betroffen.

Ob die für Samstag geplante Heimkehr möglich ist, sei vorerst ungewiss, schilderte der ORF-Redakteur Roland Huber in einem Interview mit Radio Oberösterreich. Er begleitet die Delegation zur Berichterstattung. Das Außenministerium ist in den Fall eingeschaltet.

Die aus sechs Oberösterreichern, einem Niederösterreicher und einer Vorarlbergerin bestehende Gruppe war in die Demokratische Republik Kongo gereist, um am Montag an der Eröffnung des „Cafe Mozart“ im Stadtzentrum von Kinshasa teilzunehmen. Es handelt sich dabei um ein Hilfsprojekt von Caritas und Land Oberösterreich. Dort sollen Jugendliche zu Konditoren ausgebildet werden. Als die Auseinandersetzungen am Donnerstag heftiger wurden, zog sich die Delegation in eine Missionsstation am Stadtrand von Kinshasa zurück und verbrachte dort die Nacht.

In der Dunkelheit seien ständig Schüsse und Detonationen zu hören gewesen obwohl ein Waffenstillstand vereinbart sei, schilderte Huber. Die Kämpfe seien näher gerückt. Der Rückflug sei für Samstagabend geplant. Es sei aber ungewiss, ob er überhaupt durchgeführt werde. Außerdem hätten die Mitglieder der Delegation nur das, was sie am Leibe trugen und die Pässe bei sich. Das Gepäck, in dem sich auch die Flugtickets befinden, seien in der Unterkunft im Zentrum von Kinshasa. Notfalls müsse man alles zurücklassen. Im Cafe Mozart befinde sich noch eine 25-jährige Salzburgerin aus St. Johann im Pongau mit einigen Kindern und Mitarbeitern, die es nicht geschafft haben, aus der Stadt zu flüchten. Sie seien aber wohlauf.

Das Außenministerium ist über den Fall informiert und befasst sich intensiv damit. Sprecherin Astrid Harz teilte mit, Österreich habe im Kongo einen Honorarkonsul, aber keine Botschaft. Hilfe komme aber von der deutschen Botschaft. Der Konsul habe noch keinen Kontakt mit der Delegation herstellen können. Er wisse jedoch von mehreren österreichischen Ordensschwestern in Kinshasa, die im Zusammenhang mit dem Projekt stünden. „Derzeit bemühen wir uns um ein Maximum an Informationen und Kontaktaufnahme“, stellte Harz fest. Es sei noch am Freitag eine Videokonferenz mit Kinshasa geplant.

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