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Kinderbetreuung weiter unter in Vorarlberg

SPÖ übt Kritik an Kinderbetreuung in Vorarlberg.
SPÖ übt Kritik an Kinderbetreuung in Vorarlberg. ©BilderBox/Symbolbild
Bregenz – In der aktuellen Debatte fordert Schmid eine bessere Wertschätzung der Familienarbeit und verweist auf die deutliche Erweiterung und qualitative Verbesserung des Kinderbetreuungsangebotes in Vorarlberg in den letzten Jahren. Die SPÖ-Frauen fordern hingegen weitere Verbesserungen.

“Auch für künftige Schritte eines bedarfsgerechten Ausbaus gilt: Jedem Kind in Vorarlberg soll die bestmögliche Betreuung offen stehen”, sagt Schmid.

Zwölf neue Einrichtungen

Insgesamt werden in Vorarlberg rund 4.800 Kinder in Kinderbetreuungseinrichtungen, Spielgruppen oder bei Tagesmüttern betreut. Allein in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 haben zwölf neue Kinderbetreuungseinrichtungen eröffnet, darunter drei Gemeindekooperationen sowie eine betriebliche Einrichtung. Landesrätin Schmid: “Durch den starken Ausbau der Betreuungsplätze konnten vor allem die Betreuungszahlen der zwei- und dreijährigen Kinder gesteigert werden.” Die Betreuungsquote der Dreijährigen beträgt schon rund 90 Prozent und nahezu jedes zweite zweijährige Kind hat einen Platz in einer Betreuungseinrichtung.

“Die Förderung der Elterntarife für dreijährige Kinder in Kinderbetreuungseinrichtungen, Spielgruppen und Privatkindergärten sowie bei Tagesmüttern wird erfolgreich weitergeführt”, so Landesrätin Schmid.

Verbesserung der Öffnungszeiten

Auch bei den Öffnungszeiten gibt es kontinuierliche Verbesserungen. Die Vorarlberger Kinderbetreuungseinrichtungen sind mindestens 25 Wochenstunden geöffnet, das heißt bis auf fünf Wochen ganzjährig mindestens fünf Stunden täglich an fünf Tagen in der Woche. “Dadurch ist eine halbtätige Berufstätigkeit möglich”, betont Landesrätin Schmid. Viele Einrichtungen bieten darüber hinaus zusätzliche Öffnungszeiten an. Die Hälfte der 90 Vorarlberger Einrichtungen hat mindestens einmal in der Woche über Mittag geöffnet und bietet den Kindern ein Mittagessen an.

SPÖ fordert bessere Kinderbetreuungsangebote

Die SPÖ-Frauen weisen in einer Aussendung darauf hin, dass in Vorarlberg die Teilzeit weiblich ist. 49 Prozent der Frauen in Vorarlberg seien Teilzeitbeschäftigt. Zum Vergleich: Bei den Männern seien es nur sechs Prozent.

Gerne würden die Frauen aber auf Vollzeit umsteigen, schreibt SPÖ-Frauenvorsitzende Olga Pircher. Die Betreuung von Kindern oder älteren Angehörigen seien dafür ein Hinderniss, geben die Hälfte der Frauen an.

Weiters sei bei einer Umfrage, die von der AK und dem AMS in Auftrag gegeben wurde, zutage gekommen, dass wenige Wiedereinsteigerinnen in den Arbeitsalltag zurückkehren konnten. Von 437 Frauen in Vorarlberg konnten nur 237 ohne Probleme in den Berufsalltag zurückkehren. Ein Hauptgrund dafür sei eine “unzureichende” Kinderbetreuung oder auch zu hohe Kosten für die Kinderbetreuung, berichtet Pircher.

Freiwilliges Pensionssplitting

 Als weitere Verbesserung für jene Frauen, die sich auch nach der Karenzzeit ausschließlich der Kindererziehung widmen oder in Teilzeit arbeiten, spricht sich Schmid einmal mehr für ein verpflichtendes Pensionssplitting aus. Das wäre eine deutliche Wertschätzung der Familienarbeit. “Ich fordere den Bund auf, die Öffentlichkeit verstärkt über die Möglichkeit des freiwilligen Pensionssplittings zu informieren und die Vor- und Nachteile eines verpflichtenden Pensionssplittings – wie etwa in der Schweiz – zu prüfen”, so Schmid. Dadurch werde für die Frauen ein Ausgleich zwischen der eigenen niedrigen Pension und der höheren des Mannes geschaffen. Wesentlich sei auch die bessere Bewertung von Familien- bzw. Erziehungsarbeit in der Gesellschaft durch Anerkennung von vier Jahren pro Kind bei der Pensionsbemessung.

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