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Kinder nicht ohne Keime aufwachsen lassen

Feldkirch –  Viele Eltern sorgen sich, wenn ihre Kleinkinder im Freien mit Schmutz und Keimen in Berührung kommen. Der Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde Burkhard Simma beschwichtigt diese Ängste im Interview mit VOL Live.
"Keinen Anlass zur Furcht vor Keimen"

Es gebe keinen Anlass zur Furcht vor Keimen, wenn Kinder im Freien spielen. „Viel größere Gefahren gehen beispielsweise von der Sonneneinstrahlung verbunden mit mangelhaftem Sonnenschutz aus“, erklärt Simma.

Durch Keime weniger Erkrankungen

In den letzten Jahren gebe es eindeutige Hinweise darauf, dass Kinder, die in weniger hygienischem Umfeld aufwachsen und mit Keimen in Berührung kommen, geringere Risiken von Atemwegs- oder Darmerkrankungen haben. „Die sogenannte Hygienehypothese besagt, dass Kinder, die beispielsweise auf Bauernhöfen aufwachsen, statistisch eindeutig weniger an Asthma erkranken“, berichtet der Mediziner.

Ebenso sei zu beobachten, dass Einzelkinder häufiger Atemwegserkrankungen haben, als Kinder aus Großfamilien. „Die Hygienehypothese stellt auch in den Raum, dass die Häufung von Asthma oder Diabetes in industrialisierten Ländern ebenfalls auf die Hygienebedingungen zurückzuführen sein könnten“, so Burkhard Simma. (VOL Live/Sascha Schmidt)

Burkhard Simma beschwichtigt Ängste vor Keimen

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