Kinder brauchen Platz zum Spielen

LH Wallner und LR Schmid zogen im Pressefoyer eine positive Zwischenbilanz über die Förderung von kommunalen Spielraumkonzepten.
LH Wallner und LR Schmid zogen im Pressefoyer eine positive Zwischenbilanz über die Förderung von kommunalen Spielraumkonzepten. ©VLK
Bregenz – 17 der 96 Gemeinden Vorarlbergs haben schon ein Spielraumkonzept entsprechend den Vorgaben des Spielraumgesetzes beschlossen, in 21 weiteren ist derzeit die konkrete Ausarbeitung eines solchen Konzeptes im Gange. Das Land hat bisher 900.000 Euro als Förderungen für Investitionen in Spiel- und Freiräume ausbezahlt. Diese Zwischenbilanz zogen Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrätin Greti Schmid am Dienstag, 24. April 2012, im Pressefoyer.

Das 2009 im Landtag beschlossene Spielraumgesetz verpflichtet die Gemeinden in Vorarlberg zur Errichtung und Erhaltung von Spielplätzen und für das Kinderspiel geeigneten Freiräumen in einem ausreichenden Umfang. Zu diesem Zweck sollen sie kommunale Spielraumkonzepte beschließen. Das Land fördert solche Konzepte mit 70 Prozent, für Investitionen in Spiel- und Freiräume gibt es zwischen 30 und 70 Prozent.

   Landeshauptmann Wallner zeigte sich erfreut über die starke Dynamik in Sachen Kinder- und Familienfreundlichkeit, die durch die neuen Regelungen in den Gemeinden entfacht wurde. “Ich wünsche mir, dass es so weitergeht und sich in Zukunft noch mehr bewegt, denn in Wahrheit kann man für Kinder gar nicht genug tun”, so Wallner.

   Für Landesrätin Schmid ist es in erster Linie wichtig, Kindern viel Platz zum Spielen zu geben: “Daher geht es uns nicht nur um die Einrichtung konventioneller Gerätespielplätze in Wohngebieten, sondern vor allem auch um den Erhalt von Spiel- und Bewegungsräumen für Kinder in der freien Natur, etwa an leicht zugänglichen Uferabschnitten an Bächen und Seen oder auf Spiel- und Lagerwiesen”, sagte sie. Dass die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Erstellung der Spielraumkonzepte eine Förderungsvoraussetzung ist, trage viel zur Qualität von Spielräumen und zur Akzeptanz der Räume durch jene, die sie nutzen – also durch Eltern und Kinder, bei.

   Zwecks fachlicher Unterstützung wurde die Projektstelle Kindergerechte Lebensräume eingerichtet. Landesrätin Schmid: “Dies ist die maßgebliche Kompetenz- und Netzwerkplattform in Vorarlberg zu diesem Thema. Hier ist das notwendige Know-how gebündelt, hier erhalten Land, Gemeinden und private Träger kompetente Information und Begleitung bei der Gestaltung von Spielräumen.”

   Im Frühjahr und Sommer 2012 stehen wieder eine Reihe von Veranstaltungen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf dem Programm. Ziel ist es zum einen die Zusammenarbeit von Fachleuten aus Raumplanung, Architektur und Pädagogik weiter zu stärken, zum anderen Kinder, Jugendliche sowie ihre Eltern und Familien für das Thema zu begeistern und sie so weit wie möglich in Planungs- und Umsetzungsprozesse einzubeziehen. Geplant sind u.a. ein Gemeindevernetzungstreffen am 22. Mai 2012 zum Thema “Wie sehen ideale Spielräume aus?” und Exkursionen zum Kennenlernen von gelungenen Spielraumkonzepten. Im nächsten Jahr sollen wiederum besonders vorbildhafte Beispiele von kinder- und jugendgerechten Lebensräumen ausgezeichnet werden.

(VLK)

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