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Kim Jong-uns besonderes Geschenk zum 33. Geburtstag

Nordkoreas Machthaber will Wasserstoffbombe gezündet haben.
Nordkoreas Machthaber will Wasserstoffbombe gezündet haben. ©APA/AFP
Zwei Tage vor seinem Geburtstag hat sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un ein ganz besonderes Geschenk gemacht. Mit der Verkündung des "perfekten Erfolgs unserer historischen Wasserstoffbombe" in den staatlichen Medien sorgte der noch 32-Jährige am Mittwoch weltweit für Empörung.

Dies heizte nicht nur die Konfrontation zwischen Nord- und Südkorea an, selbst Pjöngjangs traditioneller Verbündeter Peking reagierte mit Kritik an Kim, der seit vier Jahren in dem streng abgeschotteten Land an der Macht ist.

Kim lässt hinrichten

Auch wenn sich Kim bei seinen öffentlichen Auftritten meist locker gibt, so musste seine Umgebung in den vergangenen Jahren erfahren, dass er nicht zu unterschätzen ist. Nach Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes NIS ließ er 15 Verantwortliche hinrichten. Dabei machte er selbst vor Verwandten nicht Halt – sein Onkel Jang Song Thaek wurde im Dezember 2013 als “Verräter” exekutiert. Dabei hatte Kim sich, als er mit nicht einmal 30 Jahren an die Macht kam, zunächst auf die Berater seines Vaters gestützt. Mit diversen Raketen- und Atomtests unterstrich er aber bald seinen alleinigen Machtanspruch.

Zweifel an H-Bombe

Auch der mutmaßliche Test einer Wasserstoffbombe, was die USA sowie Experten unter Verweis auf die zu geringe Sprengkraft allerdings bezweifeln, gehört in diese Reihe. Damit könne Kim sich eine “große Errungenschaft” ans Revers heften, sagt der Nordkorea-Experte der Tokioter Waseda-Universität, Toshimitsu Shigemura – etwas, was sein Großvater Kim Il-sung und sein Vater Kim Jong-il nicht geschafft hätten.

Bis zu seiner Ausrufung als Nachfolger seines toten Vaters am 17. Dezember 2011 war Kim Jong-un nahezu unbekannt. Im September 2010 waren erstmals Bilder von ihm an der Seite seines Vaters veröffentlicht worden. Damals wurde er zum Vier-Sterne-General befördert und mit wichtigen Parteiämtern ausgestattet – sein Vater hatte nach einem Schlaganfall zwei Jahre zuvor seinen jüngsten Sohn systematisch auf die Nachfolge in dem kommunistischen Land vorbereitet.

Privatschule in der Schweiz

Über das Leben des künftigen Machthabers war bis dahin kaum etwas bekannt. Seine Mutter, eine in Japan geborene koreanische Tänzerin und dritte Ehefrau von Kim Jong-il, soll 2004 an Brustkrebs gestorben sein. Außer in Nordkorea gibt es nur in der Schweiz eine Handvoll Menschen, die mit ihrem Sohn schon einmal zu tun hatten – oder es zumindest glauben. Im Juni 2010 gelangte ein Klassenfoto einer Privatschule bei Bern von 1999 an die Öffentlichkeit, das den damals 16-Jährigen zeigen soll. Er soll dort von 1996 bis 2001 unter falschem Namen zur Schule gegangen sein.

Comics und Van Damme

Medienberichten zufolge spielte Kim in der Schweiz gern Basketball und zeichnete Comics; Klassenkameraden erinnerten sich an einen schüchternen Buben mit einer Vorliebe fürs Skifahren und den Actionhelden Jean-Claude Van Damme. Nach Presseberichten besuchte Kim Jong-un anschließend die Militärakademie in Pjöngjang. Äußerlich ähnelt der Machthaber vor allem seinem Großvater, dem verehrten Staatsgründer Kim Il-sung – das gleiche runde Gesicht, ein ähnlich kurzer Haarschnitt.

Auch seit seinem Machtantritt in dem weitgehend isolierten Land dringt Privates über Kim kaum an die Öffentlichkeit – allerdings bestätigte die nordkoreanische Staatsführung im Juli 2012 offiziell, dass er verheiratet ist. Zuvor hatte die Öffentlichkeit wochenlang gerätselt, wer die junge Frau sei, die auf Fotos an der Seite des Machthabers zu sehen war.

(APA)

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