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Kim Dotcom startete neue Datenplattform "Mega"

Kim Dotcom präsentiert die neue Datenplattform "Mega" auf einer Pressekonferenz.
Kim Dotcom präsentiert die neue Datenplattform "Mega" auf einer Pressekonferenz. ©DAPD
Die am Samstag gestartete, neue Plattform des Internetmillionärs Kim Dotcom ist diesmal angeblich völlig legal und hat bereits eine große Anzahl an Usern. Trotzdem drohen ihm wegen seiner alten Seite "Megaupload" bis zu 20 Jahre Haft.

Der im deutschen Kiel geborene Kim Schmitz, besser bekannt als Kim Dotcom oder Dr. Kimble, hat bereits seit einem Jahr mit den US-amerikanischen Behörden zu kämpfen. Grund dafür ist seine mittlerweile geschlossene Datenplattform “Megaupload”. Diese soll eine Verletzung des Urheberrechts nämlich gefördert und sogar massiv verletzt haben, indem die Nutzer Musik, Filme, Bücher und Software schwarz tauschen konnten. Deshalb musste der 39-Jährige vor genau einem Jahr in seinem neuseeländischen 15-Millionen-Euro-Anwesen eine Razzia erdulden, in Folge derer er zusammen mit vier Mitarbeitern festgenommen wurde. Auch sein Vermögen wurde beschlagnahmt. Doch wenige Wochen später kam er gegen eine Kautionszahlung wieder frei, seitdem steht er unter Hausarrest.

Bis zu 20 Jahre Haft möglich

Das Schlimmste aber ist für Dotcom noch nicht vorbei, denn im März wird ihm der Prozess gemacht, der darüber entscheiden soll, ob er den US-Behörden ausgeliefert wird. Damit könnte ihm eine Haftstraße von bis zu 20 Jahren drohen. Der Millionär zeigt sich trotzdem optimistisch, er sei sich keiner Schuld bewusst und möchte das vor Gericht beweisen. Von seiner neuen Datenplattform verspricht er sich viel, schließlich habe “eine Armee von IT-Anwälten” dafür gesorgt, dass “Mega” legal und rechtlich abgesichert sei und eine “Verschlüsselung auf militärischem Niveau” gewährleistet werde .

Provokanter und rekordverdächtiger Start

Am Sonntagmorgen um 6.48 Uhr neuseeländischer Ortszeit ging der Speicherdienst online – auf die Minute genau ein Jahr nach der Hausdurchsuchung. Die Folge sind unglaubliche Nutzerzahlen: Bereits in der ersten Stunde gab es 10.000 Neuanmeldungen und nach zwei Stunden wurden bereits 250.000 Mitglieder verzeichnet. Diesen Erfolg feierte Dotcom auf seinem Anwesen Coatesville nördlich von Auckland mit einer pompösen Show auf der Pressekonferenz, die die damalige Razzia und die Verhaftung nachstellen sollte.

Innovative Verschlüsselung

Das Besondere an “Mega” ist laut Dotcom, dass die Dateien bereits verschlüsselt hochgeladen werden und nur der Nutzer über den Code verfügt, das heißt Inhalte einsehen und wieder löschen kann. Mit einem kostenlosen Speicherangebot von 50 Gigabyte und der kostenpflichtigen Möglichkeit zur Auffrüstung bis hin zu vier Terrabyte für rund 30 Euro, stellt die Seite Konkurrenten wie Dropbox, Google oder Microsoft in den Schatten. Dotcom sieht sich selbst außerdem auf der sicheren Seite, weil weder er noch seine Mitarbeiter Einsicht in die Daten der Nutzer hätten. Ganz zum Wohle der individuellen Privatsphäre, wie er versichert. Der Betrieb wurde zwar in Neuseeland genehmigt, wird aber weltweit von Strafverfolgern genau unter die Lupe genommen werden. Der Internetmillionär erwartet sich bei “Mega” einen ähnlichen Erfolg wie bei deren Vorgängerin “Megaupload”, bei der täglich etwa 180 Millionen Nutzer aktiv waren. (APA; Redaktion)

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