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Köhlmeier im Rennen um "kuriosesten Buchtitel"

Schwarzach - Eine nicht ganz ernst gemeinte Alternative zum Deutschen Buchpreis haben das deutsche "Börsenblatt" und "Schotts Sammelsurium" ins Leben gerufen.

Leser waren heuer dazu aufgerufen, erstmalig Vorschläge für den “Kuriosesten deutschsprachigen Buchtitel” zu erstellen. Die von einer Redaktion ausgewählte Longlist aus 20 Titeln wurde heute veröffentlicht: Mit Michael Köhlmeier und Josef Winkler befinden sich auch zwei prominente Österreicher unter den Nominierten.

Köhlmeiers “Idylle mit ertrinkendem Hund” (Zsolnay) und Winklers “Ich reiß mir eine Wimper aus und stech dich damit tot” (Suhrkamp) erfüllten nach Meinung der Redaktion die Kriterien perfekt: Unabhängig vom Inhalt gehe es neben dem Erscheinungsjahr 2008 im Wesentlichen um die Skurrilität und Kuriosität des Titels, heißt es in einer Aussendung der Organisatoren. Als Vorbild für die Auszeichnung gilt der britische “Diagram Prize for the Oddest Book Title of the Year”, der seit mehr als 30 Jahren vergeben wird.

Bis Ende September sind Leser nun wieder aufgerufen, unter http://www.boersenblatt.net über die Favoriten für die sechs Titel umfassende Shortlist abzustimmen, unter der eine dreiköpfige Jury den endgültigen Gewinner ermittelt. Am 15. Oktober – und damit zwei Tage nach dem Deutschen Buchpreis – wird der “Kurioseste Buchtitel des Jahres 2008” auf der Frankfurter Buchmesse gekürt.

Gute Chancen auf den Preis dürften vor allem auch einige Sachbücher haben: “Finger in der Wunde. Was Reiter wissen müssen, damit ihr Pferd gesund bleibt” (Wu-Wei-Verlag) oder “Die erfolgreichen Geografie- und Geschichtslehrbücher und ihre Autoren” (Franckesche Stiftungen) sind mit Sicherheit vorne dabei, ebenso das Buch “Sexualmoralische Verstehensbedingungen: Gleichgeschlechtliche PartnerInnenschaften im Diskurs” (Kohlhammer) für die universitäre Lektüre. Diese Titel rittern mit Ratgebern wie “Wer bin ich – und wenn ja wie viele?” (Goldmann) oder “1000 Fragen an die Hebamme” um die zweifelhafte Buch-Krone. Mit “Begegnung mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer” hat der Droste-Verlag aber für viele ohnehin den Vogel abgeschossen.

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