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Khatami-Partei beteiligt sich an Wahl

Trotz des Ausschlusses von zweitausend reformorientierten Kandidaten wird sich die Partei des iranischen Präsidenten Khatami an den Parlamentswahlen am 20. Februar beteiligen.

Ein Mitglied von Khatamis „Vereinigung der kämpferischen Geistlichkeit“ wies am Montag Berichte des iranischen Innenministeriums zurück, die gemäßigte Reformer-Partei werde nicht zu den Wahlen antreten.

Keiner der Kandidaten wolle seine Kandidatur zurückziehen, hieß es in einem Bericht der studentischen Nachrichtenagentur Isna. Khatamis Partei werde bei der Wahl möglicherweise eine gemeinsame Liste mit „einigen Mitgliedern“ der „Front des 2. Khordad“ eingehen, einem Khatami nahestehenden Wahlbündis aus 18 Gruppen und Organisationen, zitierte die Agentur den Sprecher.

Erst am Wochenende hatte Khatami im Konflikt mit den Ultrakonservativen eingelenkt und zugesichert, trotz des Ausschlusses eines Großteils der reformorientierten Kandidaten den Wahltermin am 20. Februar einzuhalten. Dagegen kündigten die beiden radikalsten Reformbewegungen, die islamische Beteiligungsfront von Khatamis Bruder Mohammed Reza Khatami sowie die Organisation der Mujahedin der islamischen Revolution an, die Wahlen zu boykottieren.

Nach Angaben von Teherans Gouverneur Ali Ausat Hashemi versucht der von den Konservativen dominierte Wächterrat unterdessen mit allen Mitteln zu verhindern, dass die Stimmenauszählung bei der Wahl am 20. Februar per Computer vorgenommen wird. Das Programm läge längst vor, doch habe es der technische Beauftragte des Wächterrats vom ersten Tag an missbilligt, hieß es weiter.

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