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"Kevin" nimmt Jackson in Schutz

Der einstige Kinderfilmstar Macaulay Culkin hat am Mittwoch (Ortszeit) die gegen Michael Jackson erhobenen sexuellen Missbrauchsvorwürfe als „absolut lächerlich“ bezeichnet.

Der Pop-Star habe ihn “niemals” belästigt. Dies betonte der Hauptdarsteller aus dem Kino-Hit „Kevin – Allein zu Haus“ am Mittwoch vor Gericht.

Im Kreuzverhör sagte Culkin aus, er habe im Alter zwischen neun und 14 Jahren regelmäßig im Bett des Popstars übernachtet. Bei seinen zahlreichen Besuchen von Jacksons Neverland-Ranch hätten sich die beiden gelegentlich ein Bett geteilt. Der Sänger habe ihn aber nie in einer sexuellen Weise berührt. Auch habe er nie gesehen, dass Jackson mit anderen Jungen „irgendetwas Unanständiges“ angestellt habe, fügte der inzwischen 24-Jährige hinzu.

Der selbstsicher wirkende Culkin beschrieb in seiner Aussage, wie er abends manchmal erschöpft vor einem Videospiel in Jacksons Schlafzimmer eingeschlafen sei, nachdem er den ganzen Tag auf der Neverland-Ranch herumgespielt habe. Die Vermutung von Staatsanwalt Ron Zonen, wonach Jackson Culkin möglicherweise im Schlaf unbemerkt an intimen Stellen berührt habe, wies der Zeuge zurück: „Ich halte das für unwahrscheinlich.“ Da er angezogen gewesen sei, hätte er es bemerken müssen.

„Wir hatten eine wirklich enge Beziehung“, sagte Culkin. Jackson habe den Druck nachvollziehen können, dem ein Kinderstar ausgesetzt sei. „Wir haben uns irgendwie verstanden“, sagte Culkin, der gerade mal mit neun und zehn Jahren durch seine Filme zu einem der reichsten und berühmtesten Prominenten avancierte. Jackson startete seine Pop-Star-Karriere mit fünf Jahren.

Nach Culkin werden noch eine Reihe weiterer Prominente im Zeugenstand erwartet, die zu Gunsten des Musikers aussagen sollen. Die Staatsanwaltschaft wirft Jackson vor, 2003 einen damals 13-jährigen Jungen missbraucht und ihm Alkohol gegeben zu haben, um ihn gefügig zu machen. Zudem sei er daran beteiligt gewesen, dass das Kind gegen seinen Willen festgehalten und erpresst worden sei. Jackson hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Im Falle einer Verurteilung in allen Anklagepunkten drohen dem 46-Jährigen mehr als 20 Jahre Haft.

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