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Kerry siegt erneut

Mit einem Doppelsieg bei den Vorwahlen in den Schlüsselstaaten Virginia und Tennessee hat US-Präsidentschaftsbewerber John Kerry seine Favoritenrolle ausgebaut.

Der 60-jährige Senator gewann am Dienstag in Virginia mit rund 51 Prozent der Stimmen und lag damit weit vor dem Südstaatler Senator John Edwards, der mit 26 Prozent auf Platz zwei landete. In Tennessee errang Kerry laut Prognosen 41 Prozent, Edwards erhielt 26. Für den ebenfalls aus dem Süden stammenden früheren NATO-Oberbefehlshaber Wesley Clark stimmten 23 Prozent. Kerry erklärte, die Amerikaner hätten nun auch im Süden für einen Wechsel gestimmt.

Kerrys Siegeszug scheint nicht mehr aufzuhalten: Er gewann bereits zwölf von vierzehn Vorwahlen und dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Parteitag der Demokraten Ende Juli in Boston offiziell zum Herausforderer von George W. Bush nominiert werden. Die beiden Staaten waren für den aus Neuengland stammenden Kerry besonders wichtig, um zu beweisen, dass er auch im traditionell konservativen Süden genügend Rückhalt für die Präsidentschaftswahl am 2. November hat.

Für Edwards und Clark bedeutet die Niederlage eine herbe Enttäuschung. Beide hatten sich aufgrund ihrer Herkunft aus dem Süden Hoffnungen auf einen Sieg gemacht. Edwards kündigte jedoch an, er bleibe im Rennen. Clark kam in Virginia auf etwa neun Prozent und damit auf Rang drei. Weit abgeschlagen ist der einstige Favorit Howard Dean. Er erhielt in Tennessee nur rund vier und in Virginia sieben Prozent.

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