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Kernlos

Fernsehung 4. Kern.Eine Aussage, mehr nicht: Österreich mit Kern gibt’s nur bei Platz 1. Man erinnere sich an Schüssel, der vor der Wahl erklärte, wenn wir Dritte sind, gehen wir in Opposition. Sie wurden Dritte und Schüssel Bundeskanzler. Sonst habe, schreibt der Standard, das Gespräch inhaltlich nicht viel Neues gebracht und in Migrationsfragen sei es zu einer Annäherung der Standpunkte von SPÖ, ÖVP und FPÖ gekommen. Pelinka: „Es wäre eine gute Chance für die kleinen Parteien sich hier ganz anders zu positionieren, weil der Eindruck entsteht, dass in Fragen der Zuwanderung SPÖ, ÖVP und FPÖ so unähnlich nicht mehr sind voneinander … die kleinen Parteien könnten gerade in der Zuwanderungsfrage sagen: Wir sind da ganz anders! Wir sind die Alternative!“ Tun sie das? 4 Wochen sind noch Zeit. Das Kern-Gespräch ergab dasselbe Leerbild wie die vorausgegangenen Sprechs. Im Vergleich zu den deutschen Wahlauseinandersetzungen spielen unsere PlotikerI in der Landesliga Unterland B. Auch der Einfallsreichtum der deutschen Fernsehanstalten in der Gestaltung derartiger Wahlkonfrontationen ist um vieles kreativer als der ORF. Dennoch spricht auch drüben kaum einer von den kommenden digitalen Umwälzungen, die ganze Berufe abschaffen werden, große gesellschaftliche Veränderungen bringen, vom Anbruch des digitalen Zeitalters, genannt „Industrie 4.0“ (Die Fabrik der Zukunft), das die Anzahl der in der Produktion Beschäftigten krass reduzieren wird. Das wird weggeschwiegen. Kern bekam mit Leitners Frage zum „Bedingungslosen Grundeinkommen“ die große Chance sich an diesem sozialen Zukunftsthema zu profilieren. Er hat sie nicht genutzt, im Gegenteil:

„Also ich bin kein großer Anhänger davon, weil ich Arbeit für mehr als für Broterwerb halte sondern sie ist ein Frage des Selbstwertgefühls der Menschen …“. Ganz lieb bieder uninformiert. Real gesehen: blanker Zynismus. „Ora et labora“ fehlt grad noch. Das ist ein moderner Sozialdemokrat? Abgesehen davon, dass diese, längst international prominent diskutierte, Frage gerade in der „sozial“demokratischen Partei Thema Nr. 1 sein müsste, weil sie Grundlagen der Existenz der Arbeiter berührt, weil sie einen anderen Ansatz der gesellschaftlichen Erneuerung bringt, visionäre Ausblicke eröffnet, weil Wirtschaftsexperten und Unternehmer wie z.B. Götz Werner (Free lunch society) sie mit hohem Engagement öffentlich forcieren, zeigt die Haltung Kerns, dass er aus einer längst vergangenen Ideologiewelt der Arbeitskämpfe sich nicht befreit hat und Erneuerung nicht denkt. Nicht denken kann? Kerns abwiegelnde Antwort ist Hohn für die vielen Menschen, die ihr Leben schon heute in miserablen Beschäftigungsverhältnissen fristen müssen. Kern ohne Kern. O weh SP.

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