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Kenianische Festspiele

Kaiserwetter und Teilnehmerrekord bei der 4. Auflage des 3-Länder-Marathons. Die Stars des größten Laufsportevents im Bodenseeraum kamen aus Kenia. Richard Mutai und Mary Piktany sorgten für Rekorde.   | Ergebnis [145KB]

Premiere beim 3-Länder-Marathon: Erstmals in der vierjährigen Geschichte hielt Petrus seine Schleusen geschlossen. Und da ließen sich die knapp 5000 Läufer nicht lange bitten und erzielten eine Vielzahl von Bestleistungen. Der große Triumphator war der Kenainer Richard Mutai. Im Sog seiner Landsleute Laban Chege, Mariko Kuipchumba und Macharia Zachary, die auf der Halbmarathonstrecke in dieser Reihenfolge das Ziel erreichten, drückte der 26-Jährige von Beginn an auf das Tempo und bei Kilometer 30 war klar, dass Mutai, sofern er keinen Schwächeanfall bekommt, einen neuen Streckenrekord laufen wird. Letztendlich wurde die alte Bestmarke des Polen Marek Jaroszewski um 3:02 Minuten unterboten. Die neue „Postleitzahl” des 3-Länder-Marathons lautet 2:16,42 Stunden. Der zweitplatzierte Simon Lapuyet, vor Beginn des Rennens als Favorit gehandelt, konnte ab Kilometer 23 das enorme Tempo von Mutai nicht mehr halten. Schnellster Vorarlberger war der Lustenauer Horst Galler. Er verfehlte mit 2:41,59 den von Albert Steurer (2:20,59) gehaltenen VLV-Rekord allerdings klar.

Bei den Damen musste sich Vorjahrssiegerin Eva Trost diesmal Mary Pitkany geschlagen geben. Die Kenianerin sorgte in 2:45,22 Stunden ebenfalls für einen neuen Streckenrekord, den zuvor Trost mit 2:50,12 inne hatte. Die Deutsche unterbot mit 2:45,56 ihre alte Bestmarke ebenfalls deutlich. Das Topduo erreichte in der Gesamtwertung die Ränge neun und zehn.

Auf der Halbdistanz gab es bei den Herren auch eine neue Bestleistung: Laban Chege spulte die 20,098 Kilometer in sagenhaften 1:03,29 Stunden herunter und hätte damit bei den zum selben Termin in Neu-Delhi durchgeführten Halbmarathon-Weltmeisterschaften eine Top-10-Platzierung geholt. Die Frauenklasse im Halbmarathon war die Disziplin, die am “Rekordtag” leer ausging. Petra Mark (Ger) lief 1:17,20 und bleib damit 2:38 Minuten über der Bestleistung von Liliam Chelimo (Ken) aus dem Vorjahr.

Keine VLV-Bestleistungen
Aus heimischer Sicht gab es im Marathon durch Horst Galler als Siebter eine VLV-Top-10-Platzierung, insgesamt kamen 13 Vorarlberger in die Top-50 der Gesamtwertung. Alleinunterhalterin bei den Damen war Petra Summer. Die 29-jährige aus Sulz überquerte als 17. der Gesamtwertung die Ziellinie und verfehlte mit 2:53,56 nur knapp die VLV-Rekordmarke von Silvia Nußbaumer. Gleiches Bild im Halbmarathon, wo Peter Schoissengeier als Neunter (1:21,21) bzw. Nisten Thiys (1:31,34) die besten VLV-Marken von Steurer (1:09,21) bzw. Nußbaumer (1:23,23) klar verfehlten.

Letztendlich durften sich aber alle 1126 Finisher im Marathon bzw. die 2230 des Halbmarathons als Sieger fühlen. Das „Traumwetter” und die vielen Zuschauer trugen aber wesentlich dazu bei.

Mehr Infos unter: http://www.3-laender-marathon.com

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