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Keine Tumulte bei Kaprun-Prozess

Angekündigte Tumulte finden selten statt. Dieser Satz hat auch am Dienstag beim Kaprun-Prozess im Salzburger Kolpinghaus seine Gültigkeit unter Beweis gestellt.

Die Verhandlung rund um die größte Katastrophe in Österreichs Nachkriegsgeschichte begann ohne Störung. Bekanntlich hatten Angehörige von Opfern der Katastrophe angekündigt, einen kräftigen Wirbel zu verursachen, sollten sie nicht in den Verhandlungssaal dürfen. Allerdings blieb jene Gruppe aus Vielseck in Deutschland, die den Eklat angekündigt hatte, dem Prozess zunächst fern.

Zudem gab es überhaupt keinen Grund für einen Tumult. Im Verhandlungssaal waren 105 Sitzplätze für Angehörige von Opfern reserviert, um 9.00 Uhr waren aber erst 55 Platzkarten vergeben. Jeder Besucher bekam beim Eintritt in das Kolpinghaus einen fixen Platz zugeteilt, um Streitigkeiten von vornherein zu vermeiden. „Wir wären noch für rund 250 Zuschauer mehr gerüstet“, so der Präsidialchef der Salzburger Polizei, Friedrich Klausberger, im APA-Gespräch.

Jene beiden Nebenräume mit je 100 Plätzen, in die der Prozess auf Videowänden übertragen wird, blieben zumindest zu Beginn der Verhandlung völlig ungenützt.

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