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Keine Tamiflu-Auslieferung an US-Großhandel

Nach Massenbestellungen aus Angst vor einer Vogelgrippe-Pandemie hat der schweizerische Pharmakonzern Roche Lieferungen des Grippemittels Tamiflu an weitere private Händler eingestellt.

Auch der Großhandel in den USA werde vorübergehend nicht mehr beliefert, sagte Roche-Sprecher Alexander Klauser am Donnerstag. Damit solle sichergestellt werden, dass für die normale Grippesaison ausreichende Mengen des Medikaments vorhanden sind. Frankreich verdoppelte seine Ausgaben zur Vorbereitung auf eine Übertragung des Vogelgrippe-Virus auf Menschen.

Wichtig sei, dass auch Patienten mit normaler Grippe mit Tamiflu versorgt werden könnten, sagte Roche-Sprecher Klauser. Vom Auslieferungsstopp in den USA nicht betroffen seien die Bestellungen der Regierung in Washington. Auch die Aufträge anderer Regierungen würden erfüllt. Die Entscheidung, US-Großhändler von der Lieferung bis auf weiteres auszunehmen, sei vom Management der amerikanischen Roche-Tochter gefällt worden, sagte Klauser und bestätigte einen Bericht der „New York Times“. Die Nachfrage nach Tamiflu ist weltweit massiv angestiegen, weil das Mittel auch gegen die Vogelgrippe wirksam sein soll.

Roche hat die Auslieferung auch in anderen Länder gedrosselt oder ganz eingestellt, darunter auch in Deutschland. Das Unternehmen kündigte außerdem eine Steigerung der Tamiflu-Produktion an und zeigte sich zur Vergabe von Produktionslizenzen an andere Firmen bereit.

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