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Keine Spiellizenz für SW Bregenz

Sportlich steht SW Bregenz als Absteiger quasi fest. Finanziell scheint es noch schlimmer zu kommen: Die Bundesliga hat am Dienstag bestätigt, dass Bregenz auch in zweiter Instanz die Lizenz verweigert worden ist.

Sportlich steht SW Bregenz nach der 1:4-Niederlage beim neuen Meister Rapid am Samstag drei Runden vor Schluss der T-Mobile Fußball-Bundesliga als Absteiger quasi fest. Finanziell scheint es für die Vorarlberger noch schlimmer zu kommen: Das Protestkomitee der Bundesliga hat den Bregenzern auch in zweiter Instanz die Lizenz für die beiden höchsten Spielklassen verweigert. Sollte die bereits Ende April vom Senat 5 getroffene Entscheidung nicht noch bis Ende Mai vom Ständigen Neutralen Schiedsgericht umgeworfen werden, droht Bregenz der Abstieg in den Landesverband.

“Natürlich werden wir noch einmal Einspruch erheben. Wir haben noch diese Woche Zeit, einen neuen Hauptsponsor zu finden. Aber das ist bei uns derzeit sehr schwierig”, erklärte SW-Präsident Hans Grill. Neue Beweismittel sind beim Neutralen Schiedsgericht, das bis Freitag angerufen werden muss, außerdem nicht mehr zulässig. Die Bundesliga garantiert mit dem Lizenzierungsverfahren Kontinuität und die Aufrecht-Erhaltung bzw. Qualität des Wettbewerbs-Betriebs.

“Ich habe den Eindruck, dass Bregenz in der Bundesliga nicht erwünscht ist”, kommentierte Grill die Nicht-Erteilung der Lizenz für die zweithöchste Spielklasse. “Wir haben trotzdem das doppelte Budget einiger Red Zac-Liga-Vereine, da kenne ich mich nicht mehr aus”, sagte der 74-Jährige, der seinen Posten jederzeit zur Verfügung stellen würde. “Wenn sich irgendjemand findet, wäre ich dazu gerne bereit. Aber im Moment kann ich meine Kollegen nicht im Stich lassen”, sagte Grill. Jedenfalls tritt die Amtsmüdigkeit Grills offen zu Tage: Es hänge ihm “zum Hals heraus”, jeden Tag in der Zeitung zu stehen und 90 Prozent davon negativ. Auf Dauer halte er das nicht aus, auch seine Familie leide darunter.

Bereits im März hatten die Casinos mitgeteilt, ihren bis Sommer laufenden Vertrag als Hauptsponsor nicht zu verlängern. Auch eine geplante Übernahme durch den Unternehmer Gerhard Ströhle scheiterte. Bürgermeister Markus Linhart hat erklärt hat, außerhalb der Sportförderungsrichtlinien dem Klub keine weitere Förderung zuteil werden zu lassen. SW-Manager Sepp Kaiser hofft dennoch, dass bei Präsentation eines Hauptsponsors die Lizenz dennoch erteilt wird.

Neben den Bregenzern verweigerte die Bundesliga auch in zweiter Instanz den “Zweitligisten” Wörgl und Untersiebenbrunn die Lizenz für die Saison 2005/06.

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