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Keine Minute gespielt, keinen Cent verdient

Das Abenteuer Türkei ist Vergangenheit, der Vorarlberger Fussballprofi Harun Erbek ist wieder bereit für Österreich.

Er kommt gerade von einer Laufeinheit zurück, als wir Harun Erbek nach seinem missglückten Türkei-Abenteuer am Telefon haben. Bis Montag erholt er sich bei seiner Familie im Ländle, ehe er wieder in Sachen Kayserispor unterwegs ist. Der Vertrag mit dem türkischen Erstligisten ist gelöst, jetzt liegt der Fall beim internationalen Fußballverband (FIFA). “Ich habe nicht nur keine Minute gespielt, ich habe auch keinen Cent verdient”, erzählt der 22-Jährige. Aber auch sein Ex-Klub SV Ried hat von der Ablösesumme noch nichts erhalten. “Das ist nun eine Sache der Anwälte.” Erbek hat also die “Notbremse” gezogen, aus Angst “meiner Karriere zu schaden”. “Ich will weiterkommen. Nicht zu spielen und den wirklichen Grund nicht zu kennen, ist das Schlimmste”, meint der 17-fache U-21-Teamspieler.

Sein Trainer Tolunay Kafkas schob die Schuld auf den Manager und dieser wiederum auf den Coach. Erbek selbst schenkt dem ehemaligen Pasching-Spieler mehr Glauben als den Vorstandsmitgliedern von Kayserispor. Bereut hat er die Zeit dennoch nicht. “Ich habe viel vom internationalen Fußball gesehen, habe nun eine wertvolle Erfahrung mehr. Früher habe ich mir außerhalb des Fußballs keine Gedanken gemacht. So gesehen hat sich mein Horizont nun erweitert”, kann der “VN”-Aufsteiger des Jahres 2007 der Situation durchaus Positives abgewinnen. Hilfreich dabei auch das Wissen, nicht fußballerisch, sondern auf Grund vereinsinterner Machenschaften gescheitert zu sein. Deshalb ist er auch Österreichs U-21-Teamchef Manfred Zsak dankbar, der ihm in der schweren Zeit die Stange gehalten hat. Noch immer nagt deshalb das Aus in der EM-Qualifikation.

Altach eine Option

Im Dezember will der Österreich-Türke einen neuen Verein gefunden haben. Da dürfte dem Linksfuß wohl entgegenkommen, dass er nach den FIFA-Statuten nun ablösefrei zu haben ist. Erste Interessenten gibt es auch schon, darunter auch cashpoint SCR Altach. “Man kann über alles reden”, so Erbek. Allerdings buhlen mit dem LASK, Sturm und Wr. Neustadt auch weit potentere Klubs um den quirligen Außenspieler.

 

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