Keine Medaille für Stocher

Franz Stocher hatte am Dienstag beim olympischen Bahn-Punktefahren im Velodrom im Athener Stadtteil Maroussi im Kampf um die Medaillen nichts mitzureden.

Athen sollte der abschließende Höhepunkt in der Karriere des Radprofis Franz Stocher werden. Doch das olympische Bahn-Punkterennen am Dienstag lief gar nicht im Sinne des 35-jährigen Niederösterreichers. Stocher vermochte sich im Velodrom nicht wie erhofft in Szene zu setzen und kam über den enttäuschenden 17. Platz (9 Punkte) nicht hinaus. Die Goldmedaille sicherte sich der Russe Michail Ignatjew (93) vor dem Spanier Juan Llaneras (82), dem Olympiasieger von Sydney, und dem Deutschen Guido Fulst (79).

„Man braucht Super-Beine und Glück, um vorne mitzufahren, ich habe beides nicht gehabt”, resümierte Stocher. ÖRV-Trainer Jiri Miksik, dessen Tipps Stocher schon zu WM-Medaillen verholfen hatten, wusste schon im ersten Drittel des 40-km-Rennens (160 Runden), dass Edelmetall diesmal außer Reichweite war, und stand enttäuscht an der Bahnbegrenzung. Der Weltmeister von 2003 hatte zwar alles versucht, bei seinen insgesamt vier Attacken aber auch Pech. Nie fand er Fluchtgefährten, die mit ihm einen Rundengewinn (20 Punkte) angesteuert hätten, so blieb es bei den alle zehn Runden angesetzten Sprintwertungen bei je einem ersten, zweiten und fünften Platz.

Stocher wollte nicht nach Entschuldigungen suchen, es gab kein Wenn und Aber. „So schlecht, wie der 17. Platz klingt, war mein Rennen nicht.” Fehler in der Vorbereitung hätte er keinen gemacht, meinte der Gewinner von sechs WM-Medaillen. „Ich würde beim nächsten Mal auch nichts anders machen.” Stocher hatte sich auf Llaneras konzentrieren wollen, doch dem Spanier gelang schon früh ein Rundengewinn. In der Folge überrundeten u.a. auch Fulst und Ignatjew mehrfach die Rivalen. In diesen Phasen konnte Stocher nicht reagieren, da war er meist hinten im Feld, weil seine vorangegangenen Fluchtversuche viel Kraft gekostet hatten.

Damit bleibt der Madison-Bewerb, den er gemeinsam mit Roland Garber am Mittwoch (17:00 MESZ) bestreitet, die letzte Hoffnung Stochers auf eine Hauptrolle auf der olympischen Bühne.

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