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Keine Hoffnung auf Überlebende

Nach dem Untergang der senegalesischen Fähre „Joola“ vor Westafrika mit mehr als tausend Menschen an Bord gibt es keine Hoffnung mehr auf Überlebende.

Nach dem schwersten Schiffsunglück in der Geschichte Afrikas haben Taucher gestern, Montag, die Suche nach Überlebenden im Wrack der senegalesischen Fähre „Joola“ eingestellt. Es bestehe keine Hoffnung mehr, noch Lebende im Innern des umgekippten Schiffes zu finden, hieß es. Voraussichtlich 970 Menschen sind umgekommen. Auch die vermisste junge Wienerin hat sich noch nicht gemeldet, erklärte das Außenamt.

Die 19-jährige Wienerin Rose Schwarzböck, die auf der Unglücksfähre gewesen sein soll, hat sich noch immer nicht gemeldet. Dies erklärte ein Sprecher der Außenministeriums gegenüber der APA. Die Mutter der Vermissten bleibt vorerst in Senegal, hieß es.

Nur 64 der 1.034 Menschen an Bord der Fähre haben das Unglück am vergangenen Donnerstag überlebt. Rund 400 Leichen wurden geborgen. Sie werden auf Anordnung der Regierung in Senegal bestattet. Möglicherweise sind auch mehrere hundert Kinder umgekommen. Passagiere unter fünf Jahren wurden nach Angaben des Stationschefs der Fähre „Joola“ nicht registriert.

An Bord des Schiffes, das bei schwerer See auf dem Weg von der südsenegalesischen Provinz Casamance nach Dakar gekentert war, befanden sich nach Angaben der senegalesischen Behörden fast doppelt so viele Fahrgäste wie erlaubt. Die in Deutschland gebaute Fähre ist für rund 600 Passagiere zugelassen, sagte einer der Geschäftsführer der Werft.

Das Unglück ist vermutlich das schwerste in der afrikanischen Seefahrt. Am 29. April 1994 ertranken rund 300 Menschen, nachdem ihre von Mombasa zur Insel Mtongwe fahrende Fähre gekentert war. Am 21. Mai 1996 kamen beim Untergang einer Fähre auf dem Viktoriasee mindestens 500 Menschen ums Leben.

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