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Keine Erhöhung der Mietrichtwerte - VEV sieht falsches Signal

Üblicherweise wird alle zwei Jahre angepasst
Üblicherweise wird alle zwei Jahre angepasst ©APA
Die Erhöhung der Mietrichtwerte, die – wie alle zwei Jahre – per 1. April ins Haus gestanden wäre, fällt heuer aus. Die Vorarlberger Eigentümervereinigung ortet darin ein falsches Signal.
Miet-Richtwert-Erhöhung fällt aus

Die Erhöhung der Mietrichtwerte fällt heuer aus. Das bringt 300.000 Haushalten in Österreich eine Ersparnis von durchschnittlich 150 Euro im Jahr, erklärte Bundeskanzler Werner Faymann. Zuletzt wurden die Richtwerte per April 2014 angehoben – um 4,5 bis 4,7 Prozent. Heuer hätte die Erhöhung ungefähr 2,5 Prozent ausgemacht. Die Vorarlberger Eigentümervereinigung (VEV)  sieht dies naturgemäß kritisch.

Die VEV fürchtet, dass sich das zur Verfügung stellen von Wohnraum immer weniger lohnt. „Derartige Maßnahmen senken nicht nur das Vertrauen der Wohnungsgeber in die Politik, sondern verursachen zudem beachtliche volkswirtschaftliche Schäden“, so Markus Hagen, Präsident der Vorarlberger Eigentümervereinigung (VEV).  Das Einfrieren der Richtwertmieten soll laut Experten die Mieten österreichweit um etwa 50 Mio. Euro dämpfen. Gelder, die laut VEV für die Erhaltung und Sanierung von Wohnungen künftig fehlen könnten. Hagen ortet in dieser Maßnahme politische Willkür in Wien.

Angst vor Investitions-Stopp

Dies verunsichere Investoren und schrecke davon ab, in Altbauten zu investieren oder derartige Objekte käuflich zu erwerben, so die Meinung der VEV. „Bei Altbauten ist der Mietzins gedeckelt und eine Wertanpassung ist nun auch nicht mehr gewährleistet. Bei befristeter Vermietung muss der Vermieter sogar zwingend auf 25 Prozent der Miete verzichten. Ein Ankauf oder Sanierungen lohnen sich da meist ohnedies kaum“, so Markus Hagen.

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