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Keine Entwarnung bei gefährlichem Erdrutsch in Gmunden

Beim gefährlichen Erdrutsch am Traunseeufer in Gmunden in Oberösterreich, der sich zuletzt dramatisch zugespitzt hatte, gibt es vorerst keine Entwarnung. Der betroffene Hang ist in den vergangenen Stunden mehrere Meter weiter gerutscht.

Er steht unter permanenter Beobachtung. Die zwölf evakuierten Häuser bleiben bis auf weiteres geräumt. Das ist das Ergebnis von Untersuchungen der Situation durch Experten am Freitag.

Vom sogenannten Gschliefgraben, der sich von rund 850 Meter Seehöhe zum östlichen Ufer des Traunsees zieht, ist seit langem bekannt, dass er in Bewegung ist. Am stärksten ist sie jeweils im November. In seinem oberen Bereich fängt der Graben jährlich tausende Kubikmeter Gestein auf, das sich bei starken Regenfällen oder durch Felsstürze vom Traunstein löst. Nun wurde der Druck der Ablagerungen aber so stark, dass sich die Masse auf rund 500 Meter Länge, einer Breite von etwa 100 Metern und bis zu 20 Meter tief talwärts rutscht. Der Bürgermeister von Gmunden Heinz Köppl (V) sprach gegenüber der APA von einer „Jahrhundertrutschung“.

Zwischen 250.000 und 500.000 Kubikmeter an Geröll seien bei einer Schubkraft von zirka einer Million Tonnen in Bewegung, berichtete Köppl. Es seien Hügel und Risse entstanden, eine Forststraße existiere zum Teil nicht mehr, so der Bürgermeister in einer Pressekonferenz in Gmunden. Fünf von sieben Sperrbauten seien beschädigt. „Wir befürchten, dass die Gesteinsmassen bis zum See herunterkommen.“ Nun werde berechnet, wie groß der Druck auf den Schwemmkegel im See ist und ob dieser dem standhalten kann. Vorsichtshalber wurden zwölf Häuser evakuiert, die rund 40 Bewohner sind vorübergehend bei Verwandten und Freunden untergekommen. Gefahr besteht auch für die Uferstraße. Sie wurde deswegen und auch wegen zu erwartender Schaulustiger für den Verkehr gesperrt.

Köppl versicherte, man verfüge über einen entsprechenden Katastrophenschutzplan und werde die Situation in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten weiter genau beobachten. Es würden laufend Messungen durchgeführt. Außerdem werde das Wasser, das für dieses geologische Phänomen „Gift“ sei, abgegraben. Er gehe davon aus, dass vorerst keine weiteren Häuser geräumt werden müssten.

Auf die Frage, warum dort überhaupt gebaut werden durfte, hieß es, dass es bis in die 1980-er Jahre keine diesbezüglichen gesetzlichen Regelungen gegeben habe. Die betroffenen Grundeigentümer befürchten nun aber eine Entwertung ihrer Liegenschaften. Der für den Katastrophenschutz zuständige Landesrat Josef Stockinger (V) sicherte zu, dass bei allfälligen Schäden durch Hangrutschungen Hilfe für die Anrainer aus dem Katastrophenfonds des Landes möglich sei. Man werde raschest möglich helfen.

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