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Keine Entscheidung bei Betonrecyclinganlage in Egg

©VOL Live/Annemarie Kaufmann
Egg - "Eine Auslagerung wäre die einzige Lösung", sind sich Vertreter und Vertreterinnen von "Pro Egg" einig.    

Wie berichtet haben sich Anrainer der Großdorferstraße zu einer Bürgerinitiative zusammen geschlossen um gemeinsam gegen eine geplante Betonrecyclinganlage der Firma „Vorarlberger Lieferbeton”, die vor einem Jahr das Betonwerk „Gebrüder Feldkircher” in Egg käuflich erwarb, Protest zu erheben. VLB sei Hauptverursacher des gesamten Schwerverkehrs auf der Straße zwischen Egg und Großdorf, so die aufgebrachten Anrainer.

160 Unterschriften

Das hat es in Egg noch nie gegeben. An den Häusern zwischen Egg und Großdorf prangen großflächige Tücher mit Protestschriften. Einige Vertreter und Vertreterinnen von „Pro Egg” versammelten sich heute am Standort „Niederbuch” an Ort und Stelle, um der Kommissionierung besagter Anlage beizuwohnen. Zu Beginn der Verhandlung wurde dem verhandlungsführenden Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Bregenz eine Petition mit 160 gesammelten Unterschriften überreicht. Darüber hinaus übergab Ehrenringträger der Gemeinde Egg, Hubert Hammerer, er vertrat die Brunnengemeinschaft „Obere Hub”, eine schriftliche Erklärung, welche die Sorge der Brunnenbesitzer um ihre Wasserversorgung zum Ausdruck bringt. Bereits am Dienstag überbrachten Vertreter der Bürgerinitiative Bürgermeister Norbert Fink die Unterschriftenliste mit der Bitte, die Angelegenheit als eigenen Verhandlungspunkt auf der ersten Gemeindevertretungssitzung des kommenden Jahres zu behandeln.

Keine Entscheidung

Bei der heutigen mündlichen Verhandlung über eine Betriebsbewilligung der Beton-Recycling-Anlage ist keine Entscheidung gefallen. Die Vertreter und Vertreterinnen der Bürgerinitiative „Pro Egg zeigten sich erleichtert, obwohl sie sich darüber im Klaren sind, dass aus gewerbe- und wasserrechtlicher Sicht nur wenig Aussicht auf Erfolg besteht, eine Auslagerung des Werkes zu erwirken. „Wir sind der Meinung, dass die Bewilligung derartiger Anlagen immer in einem Gesamtkontext – auch hinsichtlich des Betriebsstandortes – gesehen werden muss”, äußert sich Dr. Jos Willam, Sprecher der Bürgerinitiative „ Pro Egg”. Der Appell gehe nun an die politisch Verantwortlichen des Landes und der Gemeinde, betont Willam. Bürgermeister Norbert Fink hat der Bürgerinitiative seitens der Gemeinde versprochen, sich für eine Standortverlegung des Betriebes einzusetzen.

Verlegung nicht möglich

Auch Kommerzialrat Herbert Zech, der Geschäftsführer von „Vorarlberger Lieferbeton” zeigte sich gesprächsbereit. Allerdings seien die Bedingungen für einen Standortwechsel derzeit nicht gegeben. „Wir bedauern zutiefst, dass das von Herrn Zech angesprochene Konkurrenzdenken der Bregenzerwälder Baufirmen auf unseren Rücken ausgetragen wird”, empört sich Willam.

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