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Keine Einigung bei Metallern

Auch die dritte Kollektivvertragsrunde für die rund 170.000 Beschäftigten in der österreichischen Metallindustrie, davon rund 12.000 in Vorarlberg, brachte gestern keine Einigung.

Die Verhandlungen wurden deshalb um 21 Uhr so wie eine Woche zuvor ergebnislos abgebrochen. Sie werden voraussichtlich am 13. November 2009 um 10 Uhr fortgeführt. Die Arbeitgeber wollen nach wie vor eine Junktimierung von Lohnerhöhung und mehr Flexibilisierung der Arbeitszeit. Die Gewerkschaft befürchtet Lohnkürzungen durch einen Überstundenabbau und lehnt das ab. Die Arbeitnehmer wollen eine reale Lohn- und Gehaltserhöhung zur Sicherung des Konsums und damit der Konjunktur.

Die Zeit drängt

Die Zeit drängt jedenfalls, denn der neue Kollektivvertrag sollte bereits am 1. November 2009 in Kraft treten. Der Vorarlberger Metaller-Obmann Norbert Loacker meinte nach der Unterbrechung zu den „VN“: „Wir sind uns auch heute nicht einen Millimeter nähergekommen.“ Dipl.-Ing. Christoph Hinteregger (Doppelmayr/Wolfurt) und Stellv.-Verhandlungsleiter auf Arbeitgeberseite sagte, die Arbeitnehmerseite habe den üblichen Verhandlungsweg verlassen, dem konnten die Arbeitgeber nicht zustimmen.“ Spießen könnte es sich aber auch noch beim Feilschen um Prozente. Davon war bisher noch gar nicht die Rede. Die Gewerkschaft geht von einer Inflationsbasis von 1,5 Prozent (September 2008 bis September 2009) aus. Die Arbeitgeber wollen nur über eine Inflation von 1,0 Prozent (Oktober 2008 bis Oktober 2009) verhandeln.

Letztes Jahr 3,9 Prozent

Im Vorjahr einigen sich die Sozialpartner auf eine Lohnerhöhung um rund 3,9 Prozent bei einer Inflationsrate von 3,2 Prozent. Metaller-Chef Rainer Wimmer verhandelt zum ersten Mal. Die Angestellten werden von Karl Proyer von der GPA-djp vertreten. Zum letzten Mal verhandelt für die Arbeitgeber Leitz-Geschäftsführer Hermann Haslauer.

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