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Keine Belege für Ex-VW-Vorstand-Beteiligung an Abgasskandal

Winterkorn dürfte von Betrugssoftware nichts gewusst haben
Winterkorn dürfte von Betrugssoftware nichts gewusst haben
Bei den internen Untersuchungen zu den Wurzeln des Dieselskandals bei Volkswagen sind keine Belege für eine Beteiligung des damaligen Vorstands unter Martin Winterkorn gefunden worden. Jedoch seien nahezu alle Führungskräfte unterhalb der Vorstandsebene, die in die Motorenentwicklung eingebunden gewesen seien, belastet, berichteten die ARD-Sender WDR und NDR am Montag ohne Angabe von Quellen.


Der damalige Leiter der Motorenentwicklung soll demnach im November 2006 den Einbau einer Betrugssoftware gebilligt haben. VW war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Der Wolfsburger DAX-Konzern hatte am Freitag erklärt, die interne Untersuchung der Vorgänge sei noch nicht abgeschlossen. Dies werde sich voraussichtlich bis Ende des Jahres hinziehen. Ein Bericht darüber werde erst veröffentlicht, wenn ein Vergleich mit dem US-Justizministerium über die milliardenschwere Klage wegen Verstoßes gegen US-Umweltrecht geschlossen sei.

Der Abgasskandal hat VW im vergangenen Jahr den größten Verlust in der fast 80-jährigen Unternehmensgeschichte eingebrockt – 4,1 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür sind Rückstellungen in Höhe von 16,2 Milliarden Euro, um die Lasten des “Dieselgate”-Skandals vor allem in den USA zu schultern. Volkswagen einigte sich vergangene Woche mit den US-Behörden auf Grundzüge eines Entschädigungsplans.

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