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Kein Platz für Rollstuhlfahrer: "Vorarlberg ist nicht barrierefrei"

Dieser Meinung sind zahlreiche Eltern, mit denen sich Alex und Medi von VOL.AT getroffen haben. Für Sie sind ihre Kinder nicht in der Gesellschaft angesehen. Es gäbe schon lange Handlungsbedarf.

"Wie fühlt es sich an, in einem Rollstuhl zu sitzen?" Diese Frage haben sich Medi und Alex nach einem Tag im Rollstuhl beantwortet. "Klar, es ist ein komisches Gefühl und ich habe gemerkt, dass Alltagssituationen nicht ohne Hilfe zu bewältigen sind. Das beeinträchtigt das Leben der Rollstuhlfahrer enorm", erzählt Alex und ergänzt: "Diese Menschen benötigen in vielen für uns alltäglichen Situationen Unterstützung anderer Leute. Trotzdem sieht man den Kindern an, wie stark und humorvoll sie sind."

Barrierefreiheit fehlt

"Auf dem Nachhauseweg kann es schon sein, dass die Vorderräder in den Pflastersteinen hängen bleiben. Das ist einfach nervig", erzählt ein junger Schüler, der beeinträchtigt ist. Des weiteren würden nicht abgeschrägte Gehsteigkanten ein Problem darstellen. Ohne Begleitung sei es in der Öffentlichkeit vor allem in Bezug auf die Infrastruktur des Landes schwierig. Besonders auffallend seien neue öffentliche Gebäude mit harten Ecken und Kanten. "Vorarlberg ist noch nicht barrierefrei. Da muss sich einiges ändern", so der Wunsch der Eltern und vorallem der Rollstuhlfahrer.

„Ich möchte als 23-jährige Frau angesehen werden“

Im Gespräch mit den Eltern, erwachsenen Rollstuhlfahrern oder den Kindern gab es einiges zu erzählen. Unter anderem erzählt eine junge Beeinträchtige, die fast jede Woche an diesem Rollstuhltraining teilnimmt: "Personen im Rollstuhl werden unterschätzt und kaum wahrgenommen. Mein Wunsch ist es, als normales 23-jähriges Mädchen angesehen und von allen Menschen akzeptiert zu werden." Sie betont außerdem, dass es des Öfteren der Fall gewesen sei, nicht persönlich angesprochen zu werden. Stattdessen findet die Kommunikation hauptsächlich über die Mutter und Begleitperson statt.

Der erste Versuch im Rollstuhl...

… war für Alex ein lustiger. Jeden Dienstag treffen sich Kinder mit ihren Familien und Freunden im Olympiasportzentrum in Dornbirn, um den Umgang mit den Rollstühlen zu lernen. Das probierten auch unsere VOL.AT-Reporter aus. Die ersten Runden wurden zur Sicherheit im Basketballrollstuhl gedreht, dann aber auf den alltäglichen Rollstuhl gewechselt. "Im ersten Moment fühlte es sich fremd an, doch nach einiger Zeit gewöhnte ich mich an den Rollstuhl und fand große Freude daran", sagt der Reporter und fügt hinzu: "Bis auf die lustige Panne, die mir passiert ist." Schon beim ersten Hindernis verlor Alex das Gleichgewicht und brachte sich selbst samt alle Kids und Eltern zum Lachen.

Unterstützung ist essentiell

Besonders auffallend beim ersten Kennenlernen war für die Reporter, dass sich nicht nur die Eltern in den Rollstuhl setzen, sondern auch Geschwister und sogar Freunde der kleinen Kinder. Schon vor dem Beginn des Trainings sind diese miteinander durch die Halle gefahren - die Situation fühlte sich für sie vertraut an. "Diese Kinder sind genau gleich, wie alle anderen Kinder. Das ist Fakt! Doch auch diese Kinder haben es verdient, wie jeder andere Mensch behandelt zu werden", sagt Medi.

(Red.)

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