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Kein Ende der VW-Affäre in Sicht

Die „Wirtschaftswoche“ berichtete, der entlassene Ex-Skoda-Vorstand Helmuth Schuster verhandle mit Verlagen über die „Exklusivrechte an einer Enthüllungsserie“ aus dem Innenleben des Autokonzerns.

Unterdessen wandte sich IG-Metall-Chef und VW-Aufsichtsrat Jürgen Peters gegen Vorverurteilungen wegen der Korruptionsvorwürfe. Peters sagte dem NDR am Dienstag, zunächst müssten Beweise auf den Tisch, um die tatsächliche Tragweite der Affäre deutlich zu machen. Bis dahin müsse aber für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung gelten. „Man muss auch ein bisschen diejenigen Kolleginnen und Kollegen schützen, die tagtäglich ihre Arbeit machen, und die sich überhaupt nichts zu Schulden kommen lassen“, sagte der IG-Metall-Chef.

Peters räumte zugleich ein, er sei verunsichert, „weil man sich nicht vorstellen kann, dass an den Vorwürfen gegen Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert etwas stimmt“. Sollte es bei VW aber Verfehlungen in Form so genannter Lustreisen gegeben haben, dann hätten offenbar einige die Maßstäbe verloren. „Denn jeder muss wissen, dass so etwas in einem derart großen Unternehmen nicht geheim bleibt“, sagte Peters.

Der Gewerkschaftsvorsitzende ist Mitglied des VW-Aufsichtsratspräsidiums, das am (morgigen) Mittwoch tagt. Dabei geht es unter anderem um das Rücktrittsangebot von Arbeitsdirektor Peter Hartz. Dem vierköpfigen Gremium gehören außerdem Ex-VW-Chef Ferdinand Piech und als Vertreter des Hauptanteilseigners Niedersachsen der dortige Ministerpräsident Christian Wulff an. Der Ex-Betriebsratschef Klaus Volkert hat sein Präsidiumsmandat vergangenen Freitag niedergelegt. Sein Nachfolger als Betriebsratschef, Bernd Osterloh, ist Volkswagen zufolge am Dienstag „durch Umlaufbeschluss mit sofortiger Wirkung“ zum Präsidiumsmitglied gewählt worden.

Die FDP kritisierte unterdessen den VW-Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piech. „Das Beispiel Piech zeigt: Es ist nicht unbedingt gut, wenn ehemalige Vorstandsvorsitzende direkt auf den Aufsichtsratsvorsitz gehievt werden. Es besteht dann immer die Gefahr, dass falsche Entscheidungen der Vergangenheit zulange gedeckt werden“, sagte der stellvertretende FDP-Partei- und Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle der Zeitung „Die Welt“. Die FDP empfehle darum eine „Abkühlungsphase“ von mindestens drei Jahren für den Wechsel in den Aufsichtsrat. „Das macht das Knüpfen von engsten Beziehungsgeflechten wie bei VW zumindest schwieriger“, sagte Brüderle.

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