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Kein Durchbruch bei Atomgesprächen

In London ist eine weitere Gesprächsrunde zwischen Teheran und Vertretern der EU zum iranischen Atomprogramm ergebnislos verlaufen. „Es wurden keine Schlüsse gezogen, weder positiv noch negativ“.

Beide Seiten wollten nun über das Besprochene nachdenken. „Die Verhandlungen werden fortgesetzt.“ Der Iran weigert sich, sein Programm zur Anreicherung von Uran aufzugeben.

An den Gesprächen waren neben Großbritannien auch Vertreter Deutschlands und Frankreichs beteiligt. Die drei Staaten fordern vom Iran nachprüfbare Garantien dafür, dass sein Atomprogramm rein friedlichen Zwecken dient. Da Teheran das Programm zwei Jahrzehnte lang geheim hielt, besteht die Befürchtung, dass der Iran die Entwicklung von Atomwaffen anstrebt.

Der Iran hat die Anreicherung von Uran im November ausgesetzt, behält sich aber das Recht vor, das Programm wieder aufzunehmen. Erst am Donnerstag erklärte der iranische Außenminister Kamal Charrasi, wenn die Londoner Verhandlungen keinen Erfolg brächten, „werden die Verhandlungen zusammenbrechen, und uns bleibt keine Wahl, als das Programm zur Urananreicherung wieder aufzunehmen“.

Es hängt nur vom Grad der Urananreicherung ab, ob das spaltbare Material lediglich für die Stromerzeugung oder auch zum Bau von Atomwaffen eingesetzt werden kann. Teheran hat stets versichert, sein Atomprogramm diene ausschließlich wirtschaftlichen Zwecken. Falls die Verhandlungen der Europäer mit dem Iran scheitern, wollen die USA den UN-Sicherheitsrat mit dem iranischen Atomprogramm befassen. Dieser könnte Sanktionen gegen Teheran verhängen.

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