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Karneval in Rio: Sambaschule fordert zum Schutz des Amazonas auf

Mit ihrem Auftritt beim Karneval in Rio de Janeiro hat die Sambaschule "Acadêmicos do Salgueiro" zusammen mit Angehörigen des indigenen Volkes der Yanomami gefordert, den illegalen Bergbau im Amazonas-Gebiet zu stoppen.
Mit ihrem Auftritt beim Karneval in Rio de Janeiro hat die Sambaschule "Acadêmicos do Salgueiro" zusammen mit Angehörigen des indigenen Volkes der Yanomami gefordert, den illegalen Bergbau im Amazonas-Gebiet zu stoppen. ©REUTERS
Beim berühmten Karneval in Rio de Janeiro wurden nicht nur feierliche Töne angestimmt: Mit ihrem Auftritt hat eine Sambaschule zusammen mit Angehörigen des indigenen Volkes der Yanomami gefordert, den illegalen Bergbau im Amazonas-Gebiet zu stoppen.

"Unser Kampf ist zu überleben. Wir werden nicht aufgeben", heißt es in dem Liedtext des Auftritts der Sambaschule "Acadêmicos do Salgueiro", an dem in der Nacht zu Montag (Ortszeit) auch Führungspersönlichkeiten der Yanomami teilnahmen.

"Das ist ein Verbrechen"

Die Gesichter der Karnevalstänzer waren auf traditionelle Art rot bemalt, auf den Trommeln der Schlagzeuger waren die Worte "Bergleute raus" zu lesen. "Sie zerstören die Natur, verschmutzen das Wasser und töten meine Verwandten mit Schusswaffen", sagte Davi Kopenawa, Sprecher der Yanomami, im Rahmen des Auftritts dem brasilianischen Portal "Band".

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Dies sei ein Verbrechen, sagte er. "Ich möchte, dass die Behörden Maßnahmen ergreifen, um die Eindringlinge aus unserem Land herauszuholen. Das ist dringend notwendig." Der Auftritt der Sambaschule im Sambodrom zeigte die Geschichte, Mythologie und die Gewohnheiten dieses Volkes - ohne dabei die Tragödien und die Gewalt zu vernachlässigen, von denen das Land der Yanomami betroffen ist.

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Indigene Bevölkerung in Gefahr

Das Territorium der Yanomami ist mit fast 10 Millionen Hektar in den Bundesstaaten Roraima und Amazonas eines der größten Schutzgebiete für indigene Gemeinschaften in Brasilien. Mehr als 30.000 Yanomami leben dort, im äußersten Norden des Landes. Brasiliens Gesundheitsministerium hatte vor etwa einem Jahr aufgrund von Problemen wie Unterernährung und Malaria bei den Yanomami in der Region den öffentlichen Gesundheitsnotstand erklärt.

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Immer wieder sind sie auch der Gefahr von Eindringlingen wie nicht erlaubten Goldgräbern - genannt Garimpeiros - ausgesetzt. Die Regierung schickte daraufhin Streitkräfte, Ärzte, Krankenschwestern und Lebensmittel in die Region. Dennoch starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Jahr 2023 mehr als 300 Yanomami an verschiedenen Ursachen.

Karneval-Tradition in Rio de Janeiro

Im Sambodrom finden wie jedes Jahr die Auftritte der Top-Sambaschulen statt. Zehntausende auf der Tribüne sowie Millionen vor dem Fernseher in Brasilien und auf der ganzen Welt verfolgen für gewöhnlich die Umzüge auf dem überdimensionalen Laufsteg, den der berühmte brasilianische Architekt Oscar Niemeyer 1984 entworfen hatte.

(APA/dpa/VOL.AT)

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