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Karl trifft Studenten-Protestbewegung

Ein rauer Wind ist Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (V) am Donnerstag Nachmittag bei einem Treffen mit Vertretern der Studentenprotestbewegung im Atelierhaus der Akademie der Bildenden Künste entgegengeschlagen.
Diskussion mit Studenten

Begrüßt wurde die Ministerin mit Buh-Rufen und Pfiffen von den rund 350 Teilnehmern der Veranstaltung, und der Ton wurde im Laufe der Veranstaltung nicht freundlicher.

Ihre Meldungen wurden immer wieder von Zwischenrufen gestört, die Vertreter der Protestbewegung fühlten sich offensichtlich nicht ernst genommen. “Sind Sie blöd, nehmen Sie uns nicht ernst oder sind Sie zu inkompetent, um auf diesem Niveau zu diskutieren?” rief etwa einer der Studenten unter Applaus.

Es war das erste Zusammentreffen der Ministerin mit den ehemaligen Hörsaalbesetzern. Während ihr Amtsvorgänger Johannes Hahn (V) den Kontakt mit der Protestbewegung stets verweigert hatte, hatte Karl bereits kurz nach ihrer Präsentation als Ministerin ein Treffen mit den Studenten angekündigt.

Die Protestbewegung hatte unter dem Motto “Uni brennt” zwischen Mitte Oktober und Dezember Hörsäle an mehreren Unis besetzt und mehr Geld für Bildung gefordert. Über Weihnachten hatten die Studenten viele Mitstreiter verloren, im Vorfeld der Jubiläumskonferenz zu zehn Jahren Bologna-Prozess (11. und 12. März in Budapest und Wien) hoffen sie auf erneuten Zulauf.

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