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Karfreitagseier: Voller Magie und Mythos

So schnell können die Hühner zu Ostern gar nicht schauen können, sind ihre Eier auch schon weg. Und am Karfreitag werden die Eier sogar noch schneller aus dem Nest geholt, als an so manch anderen Tagen.

„Den Eiern, die am Gründonnerstag und Karfreitag gelegt werden, die sogenannten Antlaßeier, werden magische Kräfte nachgesagt“, weiß Paul Rachbauer, Brauchtums-Experte im Amt der Vorarlberger Landesregierung. „Seit 200 Jahren wird der Brauch der Karfreitagseier in Vorarlberg praktiziert.“

Besondere Kraft

Dem magischen Ei, das weder bemalt noch sonst wie verziert wird, wird nachgesagt, dass es nicht verfault, sondern nur vertrocknet. Dazu wurden bereits Studien durchgeführt, jedoch konnte das Phänomen nicht geklärt werden, warum diese Eier nicht verfaulen. „Ich habe schon Karfreitagseier geöffnet und auch von anderen Leuten gehört, dass sie noch nie eines hatten, das verfault war“, sagt Rachbauer Ist es Glaube, Aberglaube oder wirklich Magie. Der Brauch muss etwas an sich haben, denn sonst hätte er sich nicht 200 Jahre lang gehalten. „In manchem Auto habe ich die Eier bereits im Handschuhfach gesehen. Man kann schon sagen, dass sie einen Amulett-Charakter haben und der Glaube daran, dass sie einen vor Unheil bewahren, groß ist“, so der Brauchtumsexperte.

Schutz für Haus und Hof

Karfreitagseier halten das Unheil von Haus und Hof fern. „Sie werden vergraben, um Hangrutschungen zu vermeiden. Sie werden um die Äcker und Wiesen getragen und auch den Tieren als Maulgabe gegeben. Es gibt wohl keinen Bereich im Leben, wo man ein solch besonderes Ei nicht brauchen kann“, lacht Rachbauer.

 

 

 

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