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Karfreitag wird halber Feiertag: Unmut bei Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Mit dem halben Feiertag an Karfreitag ist niemand wirklich zufrieden.
Mit dem halben Feiertag an Karfreitag ist niemand wirklich zufrieden. ©VOL.AT, APA
Karfreitag wird ein halber Feiertag - eine österreichische Lösung, die weder Arbeitgeber- noch Arbeitnehmervertreter glücklich zu machen scheint. Auch nicht in Vorarlberg.
Karfreitag wird halber Feiertag

So sieht Arbeiterkammer-Präsident Hubert Hämmerle (ÖVP) noch eine Bringschuld bei der Bundesregierung. Schließlich habe der Europäische Gerichtshof nicht von einem halben Urlaubstag gesprochen. Aus seiner Sicht ist daher die Lösung eines halben Feiertages nicht ausreichend, die Bundesregierung schulde der Bevölkerung noch einen halben Urlaubstag.

Regierung schuldet halben Feiertag

Auch AK-Vizepräsidentin Manuela Auer zeigt sich empört über die Feiertagslösung: „Einen halben Feiertag – nach dem Motto ein bisschen schwanger – gibt es nicht!“ Für Auer verlieren mit der Regelung nun alle ArbeitnehmerInnen einen halben freien Tag und die entsprechenden Zuschläge für Feiertagsarbeit. „Ob diese Regelung rechtlich hält, ist mehr als fraglich.“

Industrie sieht Mehrbelastung

Ebenso unzufrieden ist man jedoch auch aufseiten der Industrie. Mathias Burtscher, Geschäftsführer der Vorarlberger Industriellenvereinigung sieht hier eine Mehrbelastung für die Arbeitgeber. Dies habe die Bundesregierung im Vorfeld jedoch ausgeschlossen gehabt. Bereits jetzt sei Österreich mit 13 staatlichen Feiertagen im europäischen Spitzenfeld.

Wirtschaftskammer warnt vor Kosten

“Die Halbtagslösung ist zwar besser als ein ganzer zusätzlicher Feiertag, bedeutet aber nach wie vor eine massive Mehrbelastung für alle Branchen. Klar ist, dass unsere Unternehmen aufgrund der zu erwartenden Kosten zumindest im selben Ausmaß entlastet werden müssen. Das WIFO hat die Mehrbelastung eines Feiertags für unsere Betriebe ursprünglich mit 400-600 Millionen Euro österreichweit beziffert. Der nun vorliegende Kompromiss reduziert diese Kosten zwar auf ca. 200 – 300 Millionen Euro. Für Vorarlberg werden dadurch Kosten von bis zu 15 Millionen Euro erwartet.
Bisher hatten nur vier Prozent der Arbeitnehmer Anspruch auf einen gesetzlichen Feiertag. Jetzt haben alle Arbeitnehmer am Karfreitag zusätzlich ein halben arbeitsfreien Tag, und dies zu den bestehenden 13 Feiertagen, mit denen wir bereits im EU-Spitzenfeld liegen. Diese Mehrbelastungen für die Unternehmen gehören abgefedert”, betont WKV-Direktor Christoph Jenny von der Wirtschaftskammer Vorarlberg auf VOL.AT-Anfrage.

©Christoph Jenny (rechts) mit Hans-Peter Metzler - VOL.AT/Stiplovsek

Bischof Benno Elbs begrüßt Entscheidung

Der katholische Bischof der Diözese Feldkirch, Benno Elbs, begrüßt gegenüber VOL.AT grundsätzlich die Entscheidung. Schließlich sei der Karfreitag auch für die Katholiken ein bedeutender Tag. Er bedauert jedoch, dass nun die Protestanten um einen halben Feiertag umfallen.

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