Kanadisches Model in Shanghai ermordet

©AP
Das 22-jährige Model Diana Gabrielle O'Brien aus Kanada hätte drei Monate in Shanghai arbeiten sollen. Aber sie wurde in Shanghai in ihrem Wohnhaus ermordet.  

Der Tod eines 22-jährigen Models schockiert Kanada. Diana Gabrielle O’Brien war für eine dreimonatige Verpflichtung nach Shanghai gereist, wie die kanadische Zeitung «National Post» berichtet.

O’Brien war laut Freundeskreis nicht zufrieden mit den Anforderungen, die man an sie stellte. In China ist es üblich, dass Models nicht nur für Foto-Shootings, sondern auch als blosse Dekoration für Club- und Restauranteröffnungen oder auch zur Lancierung von Produkten gebucht werden. Es war diese Art von Arbeit, die O’Brien für die chinesische Agentur machen musste.

Zwei Wochen nach ihrer Ankunft beschloss O’Brien Ende des Monats zurück nach Kanada zu gehen. Doch dazu kam es nicht, denn sie wurde getötet, als sie ihre Wohnung verliess, um für einen Model-Job an die vietnamesische Grenze zu reisen.

Ihre Zimmergenossin fand die Leiche im Treppenhaus des Wohnhauses, das laut der chinesischen Modeagentur in einer sicheren Nachbarschaft lag. Die polizeilichen Ermittlungen sind noch im Gange. O’Briens Freund vermutet, dass seine Liebste Einbrechern in die Quere kam, denn Kameras, Laptops und Wertsachen waren aus der Wohnung gestohlen worden.

In den kanadischen Medien wird nun heftig darüber diskutiert, ob der asiatische Raum für Models überhaupt sicher genug sei. Die meisten Agenturen bejahen das, aber nicht alle.

Asien sei zwar ein gutes Sprungbrett für junge Models, erzählt die Direktorin einer Modelagentur in Toronto, denn es gebe viel Arbeit, darunter viele seriöse Promo-Jobs in Clubs, Einkaufszentren und als Hostessen. Trotzdem habe sie noch keines ihrer Models nach China geschickt, weil das Land eine “instabile Politik” habe.

Es sei einfach ein weiterer asiatischer Markt, und es gebe nicht mehr Zwischenfälle als auf anderen Märkten, meint hingegen der Chef einer Model-Agentur in Vancouver. Die Models werden gut umsorgt, sagt er, und hätten tagsüber eigene Fahrer und am Abend Freizeit. “Man kann nicht verlangen, dass man sie 24 Stunden überwacht.”

Erst letzte Woche starb die 20-jährige Ruslana Korshunova in New York. Das Topmodel aus Kasachstan stürtzte sich aus ihrem Apartment in Manhattan in den Tod.

Quelle: 20minuten.ch

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