Kanada: Opfer gehäutet

Der mutmaßliche kanadische Serienmörder Robert "Willie" Pickton soll eines seiner Opfer gehäutet haben. Ein Polizist berichtet von der Aussage einer Zeugin.

Dem Gericht in New Westminster wurde am Donnerstag ein Videoband vorgespielt, auf dem ein Polizist Pickton von der Aussage einer Zeugin berichtet. „Sie sagt, sie sei hereingekommen, als sie dabei waren, ein Mädchen zu häuten, das an einem Haken hing“, sagt der Polizist dem Verdächtigen während eines Verhörs. Die Aufnahme der elfstündigen Befragung stammt aus dem Jahr 2002.

Die Anklage wirft Pickton vor, 26 Prostituierte ermordet und die Leichen zerlegt zu haben. In dem laufenden Verfahren werden die Morde an sechs Frauen verhandelt, um die Geschworenen nicht zu überlasten. Der 57-jährige Schweinefarmer erklärte sich unschuldig. Der Staatsanwaltschaft zufolge hat Pickton der Polizei gesagt, er habe 49 Frauen getötet und einen weiteren Mord geplant. Pickton bestreitet dies. Seine mutmaßlichen Opfer gehören zu mehr als 60 Prostituierten, die zwischen dem Ende der 80er Jahre und 2001 in Vancouver verschwanden. Der Polizei zufolge hat Pickton die Frauen auf den Straßen der Stadt angeheuert, auf seine Farm gebracht, Geschlechtsverkehr mit ihnen gehabt, sie anschließend getötet und zerstückelt.

Auf einem der Videobänder ist zudem zu sehen, wie ein Polizist Pickton von einer weiteren Zeugenaussagen berichtet. Dieser Person habe Pickton erzählt, Prosituierte getötet, sie ausbluten und an die Schweine verfüttert zu haben.

„Ihr habt mich. Ihr habt mich“, sagt Pickton auf einer Verhöraufzeichnung, die vom Tag nach seiner Festnahme stammt. Auch diese wurde dem Gericht am Donnerstag vorgespielt. „Ich hatte einen weiteren geplant, aber das sollte das Ende sein. Das war der letzte. Ich wollte das beenden“, sagt er darauf. Auf die Frage nach der Identität der Opfer und ihren Todesumstände antwortet er: „Kein Kommentar“. Er macht der Polizei jedoch ein Angebot, alles zu gestehen, sollte sie die Durchsuchung seiner Farm beenden. Zu dem Deal kam es jedoch nicht. Die Untersuchungen dauerten nach seiner Festnahme noch 18 Monate an. Die Polizei lehnte ein Abkommen mit dem Verdächtigen ab und erklärte, sie habe genug Beweise, um ihn ohne seine Zusammenarbeit zu überführen.

Der Polizei zufolge haben mindestens zwei Frauen Pickton geholfen, die Prostituierten auf die Farm zu bringen. Er ist jedoch der einzige Angeklagte in dem Fall.

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