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Kanada: Melamin in Tierfutter

In kanadischem Tierfutter, das für den Tod von mindestens 14 Katzen und Hunden in Nordamerika verantwortlich sein soll, wurden Spuren von Melamin gefunden.

Dieselbe Substanz sei auch im Urin sowie in den Nieren der toten Tiere entdeckt worden, teilte die US-Lebensmittelbehörde FDA am Freitag in Washington mit. Dagegen habe sich der ursprüngliche Verdacht, das Futter des kanadischen Herstellers Menu Foods könne mit Rattengift verseucht sein, nicht bestätigt.

Nach dem mysteriösen Tod mehrerer Haustiere hatte Menu Foods Mitte März rund 60 Millionen Dosen Tierfutter zurückgerufen, die unter 95 verschiedenen Markennamen in den USA, Kanada und Mexiko vertrieben werden. Bei der FDA gingen inzwischen mehr als 8.000 Anzeigen ein, gleichzeitig wurden in den USA und Kanada Gemeinschaftsklagen gegen das Unternehmen eingereicht.

Der Chef von Menu Foods, Paul Henderson, zeigte sich in einer ersten Reaktion auf die Labor-Funde erleichtert. Die „Quelle für das Melamin“, aus China importiertes Weizengluten, sei gefunden und aus der Produktion genommen worden. „Unsere Produkte sind sicher“, versicherte Henderson. Er kündigte eine Klage gegen den US-Lieferanten des Glutens an.

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