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Kampfjet F/A-18 der Schweizer Armee abgestürzt

Rauch steigt von der Absturzstelle auf.
Rauch steigt von der Absturzstelle auf. ©EPA
Im Kanton Obwalden ist ein Kampfjet F/A-18 der Schweizer Luftwaffe abgestürzt. Für die beiden Piloten besteht kaum noch Hoffnung, sie dürften es nicht geschafft haben mit dem Schleudersitz auszusteigen, bevor das Flugzeug in eine Felswand flog.

Neben dem unklaren Schicksal der Piloten liegen auch noch keine Informationen vor, ob bei dem Absturz auch Zivilisten auf der Uferstraße des Vierwaldstättersees verletzt wurden. Von den beiden Piloten des Mehrzweckkampfflugzeugs fehlt bislang jedenfalls jede Spur.

“Müssen das Schlimmste vermuten”

Allerdings erklärte der Schweizer Armeechef André Blattmann bei einer Pressekonferenz um 17 Uhr, dass die beiden Piloten mit großer Wahrscheinlichkeit ums Leben gekommen seien. Es gebe zwar noch keine hundertprozentige Sicherheit, jedoch ließen die Bilder und Berichte “das Schlimmste vermuten”.

Untersuchung kann Wochen dauern

Die schweizerische Militärjustiz hat eine Untersuchung angeordnet. Allerdings könne es Wochen oder gar Monate dauern, bis der Zwischenfall aufgeklärt sei, sagte Sprecher Tobias Kühne. Erste Erkenntnisse – etwa zur Flughöhe – stellte er aber bereits für den (morgigen) Donnerstag in Aussicht. Man habe den Schadensplatz sichern lassen und setze die Bergungs- und Aufräumarbeiten in der Nacht fort, sagte Kühne weiter.

Wegen Löscharbeiten war die Bahnlinie Hergiswil-Alpnach Dorf den ganzen Nachmittag unterbrochen. Weitere Angaben waren bei der Zentralbahn nicht erhältlich. 1998 war bereits ein Kampfjet des gleichen Typs im Wallis abgestürzt. Zwei Angehörige der Luftwaffe starben bei dem Unfall.

Jet prallte gegen Felswand

Ein Augenzeuge berichtete dem Online-Portal der Schweizer Zeitung “Blick”, der Kampfjet sei gegen eine Felswand geprallt. “Ich stand auf dem Balkon, als zwei F/A-18 sehr tief vorbeiflogen. Dann gab es einen Knall. Ein Jet war in eine Felswand geknallt”, wurde der Zeuge zitiert. Der Mann berichtete, er habe ein Triebwerk und weitere Trümmerteile auf der Straße gesehen. Eine Zeugin sagte dem lokalen Sender Radio, sei habe eine “Feuerwalze” gesehen.

Die Absturzstelle befindet sich am Lopper beim Grenzstein zwischen den Kantonen Ob- und Nidwalden. Der Lopper ist dicht bewaldet, durch ihn führen Autobahn- und Eisenbahntunnels. Am Ufer führt neben der Bahnlinie auch die Kantonsstrasse vorbei, laut einem sda-Korrespondenten wurde eine Ölsperre im See errichtet. Sowohl die Bahnstrecke als auch die Strasse waren wegen des Absturzes unterbrochen. Ganz in der Nähe betreibt die Schweizer Armee den Militärflugplatz Alpnach.

Schlechtes Flugwetter

Laut MeteoSchweiz herrschte in der Region um die Mittagszeit schlechtes Flugwetter. Als der Jet abstürzte, dürfte es bei starker Bewölkung leicht geregnet haben. Die Wolkendecke lag gegen 14 Uhr bei 800 bis 900 Meter über Grund. Über der Absturzstelle hing der Nebel tief. Der Wind in Bodennähe sei zwar schwach gewesen, in höher gelegenen Regionen seien aber Windböen von bis zu 50 km/h gemessen worden. (red)

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