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Kampf gegen Aids in Österreich

Seit Beginn der Epidemie haben sich in Österreich ca. 15.000 Menschen mit dem HI-Virus infiziert, über 1.300 Menschen sind an der Immunschwächekrankheit gestorben.

In den Jahren des Kampfes gegen AIDS ist viel erreicht worden:
Durch die Kombinationstherapie ist AIDS behandelbar geworden. Die Betroffenen leben länger und ihre Lebensqualität konnte gesteigert werden.

Viele Menschen solidarisieren sich heute mit den Betroffenen im Kampf gegen Ausgrenzung und Stigmatisierung. Prominente aus allen Sparten stellen – nicht zuletzt anlässlich des Life Balls – ihre Berühmtheit in den Dienst der guten Sache. Die Medien unterstützen diese Bemühungen.

Junge Menschen in Österreich werden über die Gefahren der Ansteckung aufgeklärt und zeigen sich informiert und interessiert.

Und doch gibt es auch 2002, mehr als 20 Jahre nachdem in Österreich der erste Fall von AIDS aufgetreten ist, und nachdem der Life Ball schon neun Mal stattgefunden hat, noch viel zu tun, denn:

Immer noch infizieren sich in Österreich 1 bis 2 Menschen pro Tag mit dem HI-Virus.

Immer noch ist AIDS unheilbar.

Immer noch geht AIDS für viele Betroffene Hand in Hand mit sozialer Isolation und Vereinsamung.

Immer noch bedeutet die Diagnose für viele, sozial an den Rand gedrängt zu werden: Eine Studie der Aids Hilfe Wien aus dem Jahr 1995 ergab, dass die Klienten der Sozialarbeiter ein monatliches Durchschnittseinkommen von € 500,- (ATS 6.900,–) haben. Daran hat sich bis heute kaum etwas geändert, aber mit den Mitteln, die der Life Ball lukriert, kann geholfen werden, die ärgste Not zu lindern.

NACH WELCHEN KRITERIEN WERDEN DIE GELDER VERTEILT?

Direkthilfe für sozial Bedürftige:

Den größten Stellenwert haben Aktivitäten, die unmittelbar HIV-Positiven bzw. Aids-Kranken zugute kommen. Dazu zählt vor allem die Direkthilfe in Form finanzieller Zuschüsse und in Form von Sachleistungen. Oft hat eine Infizierung mit dem HI-Virus oder eine Erkrankung mit Aids auch den sozialen Absturz des/der Betroffenen zu Folge. Selbst wenn für Grundbedürfnisse wie medizinische Betreuung oder Wohnraum gesorgt ist, kann zum Beispiel eine Heizungsreparatur für eine(n) arbeitsunfähige(n) MindestrentnerIn zum unbewältigbaren Problem werden. In solchen Fällen gewähren verschiedene Vereine und Institutionen nach eingehender Prüfung der sachlichen Rechtfertigung direkte finanzielle Unterstützung.

Die Mittel dafür stammen zu einem großen Teil aus dem Erlös des Life Balls. Ein zentrales Kriterium für die Vergabe von Geldern des Life Balls ist dabei die soziale Bedürftigkeit des/der Betroffenen.

Soziale Kontakte und Betreuung:

Aids Life berücksichtigt bei der Geldvergabe aber auch Vereine, die sich um die sozialen Kontakte von Menschen mit HIV und Aids kümmern: Vereine und Institutionen, die die notwendigen strukturellen Voraussetzungen und Ansprechpartner zur Bewältigung von Krisen und zur Betreuung von Betroffenen anbieten.

Keine Substituierung öffentlicher Mittel:

In diesem Zusammenhang muß ein Grundsatz von Aids Life festgehalten werden: Die Mittel aus dem Life Ball müssen alljährlich aufs Neue aufgebracht werden. Bei allem Erfolg des Life Balls kann nie vorausgesagt werden, wieviel Geld hereinkommt. Es wäre daher für den Bestand von Projekten gefährlich, würde Aids Life laufende Kosten wie Personalkosten, Mieten etc. finanzieren. Ein Ausbleiben der Aids Life-Zuwendungen hätte dann nicht nur den Zusammenbruch des Projektes, sondern womöglich auch den Verlust von Arbeitsplätzen zur Folge. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, daß in so einem Fall wesentliche Mittelanteile auch aus anderen Quellen kommen, um den nachhaltigen Bestand der Hilfeleistungen zu garantieren.

Keinesfalls dürfen daher Zuwendungen des Life Balls öffentliche Mittel substituieren, was einer Entlassung der Öffentlichkeit aus ihrer Verantwortung gegenüber den Betroffenen gleichkäme.

Eine detaillierte Auflistung der unterstützten Institutionen finden Sie unter www.lifeball.org.

Informationen & Text: www.lifeball.org
Redaktion: Susanne Jelinek

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