Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Kammer fordert "Sicherheitsnetze" für Bauern

Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski
Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski ©APA (Archiv/Pfarrhofer)
Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski möchte für die europäischen Bauern wieder "Sicherheitsnetze" spannen, um Preissprüngen wie zuletzt bei Milch oder Getreide vorzubeugen. Neue Milchseen, Butterberge oder randvolle Getreidesilos, gegen die die EU in den vergangenen Jahren angekämpft hat, befürchtet der Kammerpräsident bei einer teilweisen Rückkehr zum alten System nicht.

“Bei extremen Preiseinbrüchen kann die EU derzeit nicht schnell genug handeln, um der Geldvernichtung bei den Rinderbetrieben oder im Milchsektor Einhalt zu gebieten”, sagte Wlodkowski im Gespräch mit der APA. Die kurzfristig beschlossenen Maßnahmen in Form der Exportförderung und Intervention hätten nicht ausgereicht, um zu verhindern, dass Tausende Existenzen in Europa vernichtet werden. “Man kann landwirtschaftliche Erträge nicht programmieren”, so der oberste Agrarvertreter. Daher sollte man diskutieren, wie die EU flexibler reagieren kann.

Einfließen sollte diese Diskussion dann auch in die Vorbereitungsgespräche über die EU-Agrarpolitik in der nächsten Finanzperiode 2013 bis 2020, betonte Wlodkowski. “Wenn wir in der EU weiterhin diese Form der Landwirtschaft anstreben und bei Lebensmitteln oder im Energiebereich nicht von Drittstaaten abhängen wollen, “müssen Sicherheitsnetze, die zuletzt teilweise abgeschafft wurden, wieder überdacht werden”, schlug der Kammerpräsident vor.

Um die steigenden Anforderungen der Gesellschaft an die Landwirtschaft erfüllen zu können, müsse es auch weiter Unterstützung für die Bauern geben. Dabei sei es wichtig, in der öffentlichen Diskussion zu betonen, dass nur ein Prozent aller Budgetmittel der EU-Staaten in die Landwirtschaft fließe und dass seit 1995 der Anteil für die Landwirtschaft am EU-Budget von 60 auf 34 Prozent gesunken sei, obwohl es 17 neue EU-Länder gebe, rechnete Wlodkowski vor.”Unsere Mittel dürfen nicht weniger werden. Wir brauchen das Geld, um den Wünschen der Konsumenten Rechnung zu tragen”, betonte er.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Wirtschaft
  • Kammer fordert "Sicherheitsnetze" für Bauern
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen