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Kalt für schonungslose Aufklärung

Für eine "schonunglose Aufklärung" der österreichischen Doping-Affäre bei den XX. Olympischen Winterspielen in Turin hat sich Dieter Kalt ausgesprochen.

Der Vorsitzende des Wintersport-Ausschusses und Eishockey-Verbandspräsident ist am Mittwoch von ÖOC-Präsident Leo Wallner als Chef der Untersuchungs-Kommission installiert worden, die Klarheit in die Vorgänge bringen soll. „Weder Sportler, noch Betreuer, noch die österreichische Bevölkerung haben es verdient, dass Österreich derart in Misskredit gebracht wird“, sagte Kalt am Donnerstag im Gespräch mit der APA – Austria Presse Agentur.

Kalt hat bereits am Mittwoch ein erstes Gespräch mit einem ÖSV-Betreuer geführt, am (heutigen) Donnerstag Nachmittag will der Kärntner zu einer längeren Unterredung mit ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel zusammentreffen. Am Nachmittag tritt auch die Kommission erstmals zusammen.

Neben Kalt wird Franz Klammer, Abfahrts-Olympiasieger von Innsbruck 1976, dem Kalt bescheinigt, „ein kompetenter und untadeliger Sportler und Mensch“ zu sein, dem Gremium angehören. Ein weiteres Mitglied wird ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth bestimmen, zusätzlich wird ÖOC-Vizepräsident Arnold Grabner als Berater fungieren.

Seine primäre Aufgabe sieht Kalt darin, das für Außenstehende „verwirrende Kompetenzspiel“ in dieser Angelegenheit klarzustellen. „Wir müssen primär klären, wer für was zuständig ist, und zwar vor allem im Hinblick auf das Zusammenspiel zwischen ÖSV und ÖOC“, betonte er.

„Ich gehe total unbelastet in meine Aufgabe“, versicherte Kalt. Er kenne alle Beteiligten, ob Trainer oder Aktive, „in irgendeiner Form“, versicherte aber, dass das da oder dort gegebene Nahverhältnis „keine Rolle bei der Erfassung des Sachverhaltes“ spielen werde.

Kalt stellte fest, dass es derzeit lediglich Vorwürfe von vielen Seiten gebe, allerdings noch kein einziges Resultat in die eine oder andere Richtung. „Deshalb gilt für alle die Unschuldsvermutung“. Er werde nun so rasch wie möglich „die Ist-Situation eruieren.“ Denn: „Es geht um das Prestige Österreichs. Leicht wird meine Aufgabe mit Sicherheit nicht sein.“

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