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Kämpfe in Afghanistans Südprovinz Helmand weiten sich aus

Kein Ende der Gewalt in Unruheprovinz Helmand
Kein Ende der Gewalt in Unruheprovinz Helmand
In der bitter umkämpften afghanischen Provinz Helmand weiten sich nach dem Ende der Opiumernte die Gefechte weiter aus. 40 bis 50 Soldaten und Polizisten seien in den vergangenen 48 Stunden getötet worden, meldeten Bürgerrechtler und Provinzratsmitglieder am Montag.


Die Taliban kontrollieren weite Teile der Gebiete im Süden des Landes, in denen Opium angebaut wird. Sie profitieren von einer guten Ernte; viele ihrer Kämpfer sind im zivilen Leben Bauern. Die Taliban kontrollieren mindestens fünf der 14 Bezirke der Provinz Helmand vollständig, mindestens sechs weitere sind umkämpft.

Neun Sicherheitsposten seien im Bezirk Gereshk von Taliban überrannt worden, acht weitere im Bezirk Lashkar Gah vor den Toren der gleichnamigen Provinzhauptstadt und zwei im Bezirk Marjah, berichteten örtliche Politiker. Der Leiter der Gesundheitsbehörde von Helmand, Enaiatullah Ghaffari, sagte, es seien in den vergangenen zwei Tagen mehr als 50 Verwundete in den Krankenhäusern der Provinz eingeliefert worden.

Der TV-Sender Tolo meldete elf tote Polizisten nach einem Talibanangriff auf einen Posten in Gereshk in der Nacht auf Montag.

Der Sprecher des Gouverneurspalastes, Amar Swak, bestätigte einige der Vorfälle, nannte aber sehr viel niedrigere Opferzahlen. Nur vier Polizisten seien seit Samstag getötet worden. Lokale Behörden sind schon vor Monaten vom Nationalen Sicherheitsrat aufgefordert worden, nicht im Detail oder schlecht von der Sicherheitslage zu sprechen.

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