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Kabul: Mehrere Tote bei Erdbeben

Bei einem heftigen Erdbeben im entlegenen Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan sind offenbar mehrere Menschen ums Leben gekommen.

Die Polizei bestätigte am Dienstag einen Todesfall in der schwer zugänglichen Gebirgsregion, Berichten zufolge gab es in verschiedenen Gegenden weitere Opfer.

Fünf Menschen wurden nach Angaben des afghanischen Roten Kreuzes verletzt. Das Geologische Institut im US-Bundesstaat Colorado gab die Stärke des Bebens mit 6,6 an, das Seismologische Zentrum in Pakistan registrierte 6,8.

Das Epizentrum lag den Angaben zufolge 275 Kilometer nordöstlich der afghanischen Hauptstadt Kabul in der schwach besiedelten Provinz Badachschan. Das Erdbeben ereignete sich kurz vor 2.30 Uhr (Montag 23.30 Uhr MESZ) und dauerte nach Angaben eines pakistanischen Behördensprechers fast eine Minute.

Die Menschen in den betroffenen Gebieten wurden von den Erdstößen aus dem Schlaf gerissen. Die Erschütterungen waren im Osten bis in die pakistanische Stadt Lahore nahe der indischen Grenze zu spüren, im Nordwesten bis in die usbekische Hauptstadt Taschkent. In Kabul rannten Menschen in Panik auf die Straßen.

Ein Sprecher des Meteorologischen Dienstes in Islamabad äußerte die Befürchtung, es könnten weitere schwere Schäden entstanden sein. Im Mai 1998 kamen bei einem Erdbeben der Stärke 6,9 im Norden Afghanistans und im benachbarten Tadschikistan 5.000 Menschen ums Leben, vor zwei Jahren gab es bei einem Beben in der gleichen Region 1.000 Todesopfer.

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