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Kabul: "Auf den Spuren Osama Bin Ladens"

Ein wegen Folter von afghanischen Gefangenen angeklagter Amerikaner war nach eigenen Angaben dem Terroristenführer Osama bin Laden direkt auf der Spur. "Wir hätten Bin Laden innerhalb von 30 Tagen erwischt“, sagte Jonathan Idema.

Vor Gericht bekräftigte die Verteidigung der drei Angeklagten, die in Kabul ein Privatgefängnis führten, am Montag ihre Darstellung, der Einsatz der Amerikaner sei von Washington und Kabul unterstützt worden.

Der Anwalt eines Angeklagten legte dem Gericht in Kabul Videoaufnahmen vor, die Idema mit einem afghanischen Regierungsvertreter sowie offenbar gemeinsame Razzien mit afghanischen Sicherheitskräften zeigten. Die Staatsanwaltschaft hat Kontakte Idemas zur afghanischen Regierung bestätigt, aber erklärt, diese seien lediglich zu Stande gekommen, weil die Behörden von einem offiziellen Auftrag der Amerikaner ausgingen. Die US-Streitkräfte haben jedoch betont, die Männer hätten ohne ihr Wissen und außerhalb des Gesetzes agiert.

Die drei Amerikaner waren Anfang Juli nach einer Razzia in ihrem provisorischen Gefängnis verhaftet worden. Ihnen wird unter anderem Geiselnahme und Folter vorgeworfen. Mehrere Zeugen sagten aus, sie seien misshandelt worden. Den Angeklagten drohen 20 Jahre Haft in afghanischen Gefängnissen. Ein Urteil wird frühestens in der nächsten Woche erwartet, nachdem die Verhandlung am Montag vertagt wurde.

Die US-Streitkräfte haben erklärt, die Angeklagten hätten möglicherweise aus finanziellen Beweggründen gehandelt. Die USA haben Kopfgeld für die Ergreifung mehrerer mutmaßlicher Extremistenführer ausgesetzt.

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