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Junta droht Verkäufern von Hilfsgütern mit Strafen

©EPA
In Burma sind erneut schwere Vorwürfe gegen die Militärjunta laut geworden: Ausländische Hilfslieferungen würden offen auf Märkten verkauft, hieß es am Donnerstag. Außerdem hätten Soldaten Hilfsgüter an sich genommen und stattdessen örtlich produzierte Nahrungsmittel von minderer Qualität an die Bevölkerung verteilt.

Die Militärjunta drohte im staatlichen Radio all denen Strafe an, die mit Hilfsgütern handelten. In der Radio-Erklärung wurde die Bevölkerung aufgefordert, die Behörden zu informieren, wenn Hilfsgüter in “unehrlicher Absicht” verkauft oder gehortet würden.

Nach der Wirbelsturmkatastrophe wurde inzwischen zwar etwa 160 ausländischen Helfern aus Indien, China, Bangladesch und Thailand die Einreise erlaubt. Es war aber noch unklar, ob sie auch in das Irrawaddy-Delta, die am schwersten betroffene Region, reisen dürfen.

Die Organisation Amnesty International sieht die Rechte auf Leben, Nahrung und Gesundheit durch das Verhalten der Militärjunta gefährdet und forderte sie auf, renommierten Hilfsorganisationen Einreisevisa zu erteilen. “Die Vorbereitungsarbeiten mehrerer österreichischer Hilfsorganisationen sind bereits abgeschlossen, daher appelliere ich an die Regierung von Myanmar, diesen umgehend Zutritt zum Katastrophengebiet zu ermöglichen”, erklärte Heinz Patzelt, Generalsekretär von Amnesty International Österreich, am Donnerstag in einer Aussendung.

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