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Junger Autodieb raste auf Polizisten zu

©Bilderbox/Symbolbild
Die schwerste ihrer zahlreichen Straftaten begingen die jungen Flüchtlinge Ende Juni in Rankweil bei einer gefährlichen Verfolgungsjagd mit der Polizei.

Von Seff Dünser / NEUE

In einem gestohlenen Auto ließen sich die beiden Jugendlichen auch von einer Straßensperre, die aus einem quergestellten Polizeifahrzeug bestand, nicht aufhalten. Der 14-jährige Syrer wich – angefeuert vom mitfahrenden Iraker (15) – auf den Radweg aus und steuerte dort direkt auf einen Polizisten zu, der seine Pistole gezogen hatte.

Wenn er nicht zur Seite gesprungen wäre, wäre er vom mit rund 80 Stundenkilometer direkt auf ihn zusteuernden Auto niedergefahren worden, sagte der 34-jährige Polizist gestern in der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch als Zeuge. Sie hätten Glück gehabt, dass bei dem Vorfall niemand verletzt oder getötet worden sei, sagte Strafrichterin Sabrina Tagwercher zu den beiden Angeklagten.

Die Richterin verurteilte den 14-jährigen Syrer, der aus der Untersuchungshaft vorgeführt wurde, zu einer bedingten Zusatzstrafe von sechs Monaten Haft. Das Urteil ist rechtskräftig. Die Jugendrichterin hatte bei der Strafbemessung ihr Urteil vom 2. Juli zu berücksichtigen, mit dem über den 14-Jährigen eine unbedingte Gefängnisstrafe von drei Monaten verhängt worden war. Im Juli hätte theoretisch schon über den Vorfall vom Juni entschieden werden können.

Neun Monate

Der mit einer einschlägigen Vorstrafe belas­tete 15-jährige Syrer wurde am Freitag als U-Häftling zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Davon beträgt der unbedingte Teil drei Monate. Auch dieses Urteil ist bereits rechtskräftig.

Die von Markus Vetter und German Bertsch verteidigten Angeklagten gaben nicht nur den Widerstand gegen die Staatsgewalt mit dem Losfahren auf den Beamten zu, sondern gestanden auch Einbrüche in Gebäude und Autos und den unbefugten Gebrauch von Autos.

Die Schuldsprüche erfolgten wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, Gefährdung der körperlichen Sicherheit, Einbruchsdiebstahls, Entfremdung unbarer Zahlungsmittel, Urkundenunterdrückung, dauernder Sachentziehung und unbefugten Gebrauchs von Fahrzeugen. Die mögliche Höchststrafe für die Jugendlichen hätte zweieinhalb Jahre Gefängnis betragen.

Richterin Tagwercher sprach von einer allerletzten Chance für die jungen Straftäter. Die Jugendlichen, die den Großteil ihrer Strafen bereits verbüßt haben, wurden gestern sofort nach der Verhandlung auf Bewährung aus dem Feldkircher Gefängnis entlassen.

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