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Judenwitze bei "Big Brother"

Ein Bewohner des "Big Brother"-Containers hat live im Fernsehprogramm des Abosenders Premiere Judenwitze erzählt.

Der Sender habe seine Übertragung Anfang Oktober nicht abgebrochen, als der Kandidat vier solcher antisemitischen Witze erzählte, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ am Mittwoch. Premiere-Chef Georg Kofler habe die beiden verantwortlichen Redakteure mittlerweile fristlos entlassen. Kofler sagte dem Blatt, dies sei ein „beschämender Vorfall“.

Dennoch werde der Sender weiter aus dem Container senden. Er vergleiche den Vorgang mit einem Flugzeugabsturz, sagte der Senderchef. „Deswegen legt man doch nicht gleich die ganze Flugzeugindustrie still.“ Laut Kofler haben 50.000 Kunden „Big Brother“ abonniert.

Die Privatsender RTL 2 und Tele 5, die in Ausschnitten aus dem Container berichten, strahlten die umstrittenen Szenen laut „SZ“ nicht aus. Die für die Beaufsichtigung von Premiere verantwortliche Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) stuft den Vorgang nach Angaben des Blatts als „Verletzung der Menschenwürde“ ein. Die BLM-Jugendschutzbeauftragte Verena Weigand sagte, das werde auf jeden Fall streng geahndet. Man müsse nun insgesamt eine Diskussion über das so genannte Reality-TV führen.

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