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Jubel-Affäre: Mandzukic gesteht indirekt auf seiner Website

Die umstrittene Szene nach dem 1:0.
Die umstrittene Szene nach dem 1:0. ©Youtube
Mario Mandzukics Torjubel im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg sorgte für Schlagzeilen. Nachdem der Stürmer gestern klarstellte, dass die Szene nichts mit der Freilassung der beiden Generäle Ante Gotovina und Mladen Markac zu tun habe, lässt er auf seiner Homepage anderes verlauten.

Der Torjubel zum zwischenzeitlichen 1:0 der Bayern gegen den 1.FC Nürnberg sorgte für große Aufregung. Der Hauptprotagonist: der salutierende Mario Mandzukic. Der im Kosovo geborene Xherdan Shaqiri setzte ebenfalls zu einer militärischen Geste an, machte seinem Sturmpartner laut eigenen Angaben jedoch nur nach.
Während sich kroatische und serbische Medien sicher waren, dass Mandzukic beim Torjubel die beiden Generäle grüßte, die letzten Freitag freigelassen wurden, widersprach der 26-jährige Kroate. So verkündete er gestern via Medien, dass es sich zwar um einen militärischen Gruß handle, dieser aber in keinem Zusammenhang zu den beiden Generälen stehe – schließlich sei er ein unpolitischer Mensch.

Eingeständnis auf seiner Homepage?

Nicht ganz so eindeutig äußerte sich der Führende der deutschen Torschützenliste auf seiner kroatischen Homepage: „Liebe Fans, hiermit melde ich mich wegen der Verwirrung in den Medien. Das war nichts Sensationelles. Ich bin Kroate und teile die Freude meiner Mitbürger. Mein Gruß war der Ausdruck einer sehr persönlichen Emotion, die ich gefühlt habe, wie jeder andere Kroate auch.“

Dieser Eintrag zog in Kroatien weite Kreise; alle großen Zeitungen berichteten von der Homepage-Stellungnahme und sind sich sicher: „Mandzukic gesteht, dass er für die Generäle salutiert hat.“, so titelt die Zeitung „Vecernji“. Im selben Artikel wird auch Marios Manager zitiert: „ Ich bin stolz auf Mario und erfreut darüber, wie er sein Tor gefeiert hat und sich allen Kroaten in der Freude über die Rückkehr unserer Generäle angeschlossen hat“

Keine Konsequenzen seitens DFB

Mandzukics Arbeitgeber dürfte darüber sicherlich nicht erfreut sein. Vor dem Homepage-Eintrag stärkte der FC Bayern seinen Spielern noch den Rücken: „ Die beiden haben das schon klargestellt. Und der FC Bayern ist auch nicht unbedingt bekannt dafür, politisch motiviert zu sein.“ Ob die Jubel-Affäre doch noch vereinsinterne Konsequenzen haben wird, bleibt abzuwarten.
Vom deutschen Fußballbund (DFB) droht jedenfalls keine Strafe. Nach dem offenen Brief an die Bayern-Stars, derartige Jubelformen künftig zu unterlassen, um Fehlinterpretationen zu vermeiden, sei die Angelegenheit für den Verband erledigt.

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