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Joboffensive in Vorarlberg zeigt Wirkung

Dank der Vorarlberger Öffnung konnten moderate Beschäftigungszuwachse verzeichnet werden.
Dank der Vorarlberger Öffnung konnten moderate Beschäftigungszuwachse verzeichnet werden. ©VN
Landeshauptmann und Wirtschaftslandesrat Marco Tittler verweisen zum „Tag der Arbeit“ auf die Vorarlberger Joboffensive.

Mit kräftigen Investitionen wird in Vorarlberg die Trendwende für eine Erholung des Arbeitsmarktes begleitet. Gemeinsam mit dem AMS sei die bisher größte Joboffensive gestartet worden, halten Landeshauptmann Markus Wallner und Wirtschaftslandesrat Marco Tittler zum bevorstehenden „Tag der Arbeit“ am Samstag fest. Für sechs bereits bewährte beschäftigungspolitische Initiativen und Projekte sind kürzlich erneut Landesbeiträge in Gesamthöhe von über 1,13 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden. Es gehe darum, die Beschäftigung im Land anzukurbeln und von Arbeitslosigkeit Betroffene mit neuen Perspektiven und Chancen aufzufangen, unterstreichen Wallner und Tittler.

Budget: 59 Millionen Euro

Mit seiner Offensive für Beschäftigung und Qualifizierung würde sich Vorarlberg gegen eine sich verfestigende Arbeitslosigkeit stemmen, führt der Landeshauptmann aus. „Wir stellen finanziell bereit, was nötig ist, um die Arbeitslosenzahlen raschestmöglich wieder nach unten zu drücken“, so Wallner. Der Fokus der Maßnahmen liege auf der jungen Generation, auf Personen ohne Berufsausbildung, auf Langzeitarbeitslosen und auf Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Insgesamt 59 Millionen Euro ist das Budget schwer, das Land und AMS heuer für arbeitsmarktpolitische Angebote reserviert haben, „das sind um elf Millionen Euro mehr als 2020“, verdeutlicht Landeshauptmann Wallner den enormen Investitionsumfang.

„Einen Schwerpunkt bildet die berufliche Höherqualifizierung. Dabei wird die Zeit ohne festen Arbeitsplatz genutzt, um sich innerhalb des erlernten Berufes fortzubilden, womit sich in der Folge weitaus bessere Chancen ergeben können“, ergänzt Landesrat Marco Tittler als zuständiger Referent für Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Die Situation am Arbeitsmarkt sei nach wie vor angespannt, es gebe allerdings auch dank der Vorarlberger Öffnung in den letzten Wochen moderate Beschäftigungszuwächse zu verzeichnen, so Tittler. Vorarlberg werde den verstärkten Einsatz für Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration entschlossen fortsetzen, bekräftigt Tittler.

Fortlaufende Unterstützung

Die von der Landesregierung in Aussicht gestellten über 1,13 Millionen Euro fließen in die Projekte Arbeitsstiftung 2000 Vorarlberg und „Dornbirner Jugendwerkstätten“, die Implacement Stiftung Vorarlberg FiT, und die Maßnahmen „Campus Metalltechnik 2021“, „Brücke zur Arbeit Unterland 2021“ und „Leuchtturm Bildungsabschluss“.

Die Arbeitsstiftung 2000 Vorarlberg nimmt jene Menschen professionell an der Hand, die von Kündigungsmaßnahmen betroffen sind. Mit der Förderzusage werden 160 zusätzliche Stiftungsplätze geschaffen. Innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens sollen Betroffene so rasch wie möglich wieder in den regulären Arbeitsmarkt integriert werden. Finanziert wird das Programm von Land, AMS und Gemeinden. Ein finanzieller Beitrag wird auch von den zum Personalabbau gezwungenen Unternehmen geleistet, sofern sie nicht insolvent sind. Durchgeführt wird die Maßnahme vom Verein FAB (Förderung von Arbeit und Beschäftigung).

Verschiedenste Projekte

Im Projekt „Dornbirner Jugendwerkstätten“ des gleichnamigen Sozialunternehmens werden beschäftigungslosen Jugendlichen zeitlich befristete Arbeitsplätze mit individuellen Tätigkeiten und Bildungschancen zugewiesen. Parallel dazu erhalten sie Hilfestellung bei der Suche nach fixen Arbeitsstellen oder Ausbildungsmöglichkeiten.

Im Rahmen der Implacement Stiftung Vorarlberg FiT (= Frauen in Technik) werden arbeitsuchende Frauen mit Interesse an einer Weiterbildung bzw. einer fachlichen Höherqualifizierung in handwerklichen und technischen Berufen von einem Betrieb ausgewählt und maßgeschneidert nach den Erfordernissen ausgebildet. Nach ihrer Ausbildung werden die Teilnehmerinnen in ein sozialversicherungspflichtiges Dienstleistungsverhältnis übernommen. Finanziert wird die Initiative von Land, AMS und jenen Unternehmen, die Personalbedarf anmelden. Für die Initiative mit 80 Plätzen hat die Landesregierung eine Unterstützung von maximal 84.000 Euro zugesichert. Neben dem Land beteiligt sich das AMS in derselben Höhe am Programm. Die restlichen Kosten werden von den Unternehmen getragen.

Seit Jahresbeginn 2019 wird von der Integra Vorarlberg das Projekt „Campus Metall“ umgesetzt. Teilnehmende werden in einer Kombination aus Theorie und Praxis auf eine künftige Lehre bzw. Arbeitsstelle im regulären Arbeitsmarkt vorbereitet. Vorzugsweise in Betrieben werden Praxistrainings absolviert, um notwendige praktische Erfahrungen zu sammeln. Die Maßnahme, die sich an Jugendliche (Personen unter 20 Jahren) richtet, erstreckt sich über einen Zeitraum von acht bis maximal 24 Wochen, je nachdem, mit welchem Modul der theoretische Grundkurs ergänzt wird. Rund 40 Jugendliche werden von diesem Angebot profitieren können.

Initiativen für Jugendliche

Ebenfalls um junge Menschen mit Vermittlungsschwierigkeiten kümmert sich die Maßnahme „Brücke zur Arbeit Unterland“. Unter Beachtung individueller Problemlagen wird eine genaue persönliche und berufliche Standortbestimmung vorgenommen. Gemeinsam mit Trainerinnen und Trainern erarbeiten die Projektteilnehmenden berufliche Ziele und setzen wichtige Schritte zur Arbeitsaufnahme fest. Durchgeführt wird „Brücke zur Arbeit Unterland“ von der ibis acam BildungsGesellschaft. Ziel ist jeweils, eine nachhaltige (Re)Integration von jungen arbeitslosen Menschen auf dem Arbeitsmarkt über betriebliche Praktika und Arbeitserprobungen zu erreichen. Die Initiative richtet sich an Jugendliche bis 25 Jahre. Insgesamt sind sechs Qualifizierungsmaßnahmen mit je zwölf Teilnehmern geplant. Es werden demnach 72 Jugendliche profitieren können.

Seit 1994 bieten die Dornbirner Jugendwerkstätten mit dem Bildungsprojekt „Leuchtturm“ Jugendlichen die Möglichkeit, den Pflichtschulabschluss nachzuholen. Zielgruppe sind Menschen unter 25 Jahren sowie Wiedereinsteigerinnen unter 35 Jahren, die mindestens zwei Monate beim AMS vorgemerkt sind oder von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht sind. Ziel ist es, Betroffene durch regelmäßige Beschäftigung, Aus- und Weiterbildungskurse sowie soziale Begleitung und Betreuung in ihrer Lebenssituation zu stabilisieren und auf einen Dauerarbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten bzw. zu qualifizieren.

(VOL.AT)

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