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Jemens Regierung will sich an Friedensgesprächen beteiligen

Der UNO-Vermittler verkündete die Neuigkeiten
Der UNO-Vermittler verkündete die Neuigkeiten
Nach einem mehrtägigen Boykott will sich die jemenitische Regierung wieder an den Friedensgesprächen mit den schiitischen Houthi-Rebellen beteiligen. Wie UN-Vermittler Ismail Ould Sheikh Ahmed am Sonntag mitteilte, stimmte Präsident Abd Rabbo Mansour Hadi einer Rückkehr an den Verhandlungstisch zu.


Hadi hatte sich am Samstag in Doha mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und dem Emir von Katar, Scheich Tamim al-Thani, getroffen. Die schiitischen Houthi-Rebellen hatten Anfang 2015 die Hauptstadt Sanaa und andere Städte erobert und den sunnitischen Präsidenten Hadi zur Flucht gezwungen. Seit März 2015 greift eine Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens die vom Iran unterstützten Rebellen aus der Luft an, um Hadi die Rückkehr an die Macht zu ermöglichen. In dem Konflikt wurden nach UN-Angaben bereits mehr als 6.400 Menschen getötet.

Am 21. April wurden in Kuwait von der UNO vermittelte Friedensgespräche aufgenommen. Sie wurden bereits mehrfach unterbrochen. Am Dienstag hatte die Regierungsdelegation ihre Teilnahme an den Gesprächen erneut ausgesetzt, weil sie nicht über den Vorschlag der Rebellen für die Bildung einer Einheitsregierung verhandeln wollte.

Die Regierung sei nun bereit, den Friedensverhandlungen “eine letzte Chance” zu geben, erklärte Jemens Außenminister Abdulmalek al-Michlafi am Sonntag. Er verlangte erneut eine Umsetzung der UN-Resolution 2216, in der der UN-Sicherheitsrat die Rebellen zum Rückzug aus eroberten Gebieten auffordert.

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