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Jelzin an der Hüfte operiert

Nach einem Sturz während seines Italien- Urlaubs haben Moskauer Ärzte den früheren russischen Präsidenten Boris Jelzin an der Hüfte operiert.

Der Eingriff an dem gebrochenen Oberschenkelhals sei „vollständig zufrieden stellend“ verlaufen, sagte am Donnerstag der Chefarzt des Moskauer Regierungskrankenhauses, Waleri Solotow. Er gehe von einer raschen Genesung Jelzins aus.

„Er ist ein energischer Mann. Wenn alles gut läuft, kann er am Freitag wieder aufstehen“, so der Arzt. Blutwerte und Herztätigkeit seien normal. Der 74-Jährige werde aber noch zwei Wochen in der Klinik bleiben müssen.

Jelzin war am Mittwoch in einer gemieteten Ferienvilla bei Olbia auf Sardinien gestürzt und zunächst in ein italienisches Krankenhaus eingeliefert worden. Später sei er auf eigenen Wunsch nach Moskau gebracht worden, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Zu den Umständen des Sturzes wurde nichts bekannt. „Das sind vertrauliche Informationen“, sagte ein Sprecher des sardinischen Krankenhauses San Giovanni di Dio.

Präsident Wladimir Putin wünschte seinem Vorgänger telefonisch gute Besserung, wie der Kreml mitteilte. Jelzin, dessen Karriere als kommunistischer Funktionär in der Sowjetunion begann, war nach deren Zerfall 1991 erster Präsident der unabhängigen Russischen Föderation. Ende 1999 trat er sein Amt an Putin ab.

Der Oberschenkelhalsbruch ist eine häufige Verletzung bei alten Menschen. Bei der operativen Therapie gibt es grundsätzlich zwei mögliche Behandlungen: Die beiden Knochenenden werden durch eine Verschraubung zusammengefügt (Osteosynthese) oder ein künstliches Hüftgelenk wird eingesetzt.

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